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Notizen aus der Zwischenzeit

28.09.2011
Und jetzt sowas!
Ich hatte mir doch soviel vorgenommen. Und jetzt hat mich diese lästige Spätsommer-Grippe mit voller Breitseite erwischt. Deshalb gibt's hier und jetzt erstmal keine überlebensnotwendigen Nachsätze, Kopf- oder Fußnoten und Dankesarien. Sorry: Mit Matschbirne ist das Suchen und Finden der richtigen Worte eine verdammt schwere Sache. Ich bitte um etwas Geduld!
 
27.09.2011
Die Letzte Sendung
Ganz kurz nur: Ich habe mit gestern einen ganz faulen Tag (mit dem geschenketn, unglaublcih guten Key Lime Pie) in der Spätsommersonne gegönnt. Aber da gibt's noch eine ganze Menge zu erzählen. Jetzt aber hat die ganz alltägliche Arbeit schon wieder bei mir angeklopft. Es gibt Dinge zu tun, zu erledigfen, zu planen und Sendungen zu füllen. Wer die Abschiedsgala der Wunderwelt versäumt hat: Es gibt sie zum Nachhören als Web-Channel bei Bremen eins. Da findet sich auch noch eine Fotostrecke der Abschiedsparty sowie ein paar Infos.
 
Wer weiter in Kontakt mit anderen Hörerinnen und Hörern bleiben will: Das Auriga-Forum bleibt weiter aktiv im Netz und nimmt gerne neue Mitglieder auf.
 
Weitere Informationen folgen in Kürze. Jetzt aber erstmal: Ärmel hochkrempeln. Die Arbeit wartet. Und nochmals: Vielen, vielen, vielen, vielen Dank fürs Mitmachen, Inspirieren, Dabeisein, für die unglaublichen Geschenke, für einen magischen Abend auf dem Boot, eine (weitgehend) tränenfreie Abschiedssednung und für 24 Jahre Spaß.
 
18.09.2011
Just Music: Endlich im Netz
Seit anderthalb Jahre produziere ich für Funkhaus Europa  musikalische Miniaturen, die in ein paar wenigen Minuten große und kleine, aktuelle und schräge Themen auf den Punkt bringen sollen. Die schlechtesten Songs aller Zeiten, die schönsten Liebeserklärungen ans Fahrrad; die Musik des arabischen Frühlings; die seltsamsten Coverversion von John-Lennon-Songs; das gerissenste Marketing, der Ukulelen-Underground. Alles ist möglich, denn es ist "Just Music", denn Musik beißt nicht - sie will nur spielen.
Bislang gab's diese Kolumnen nur jeden Freitag - gegen 15:10 Uhr - im Radio, weil eine komplizierte Frage um die Urheberrechte um die dort vorgestellte Musik geklärt werden musste. Nun ist alles in trockenen Tüchern: Auch Radio-Beiträge, die Musik enthalten, dürfen - wenigstens für eine gewisse Dauer - übers Internet verbreitet werden. Auf den Funkhaus-Europa Homepages stehen die jeweils neuesten musikalischen Bastelarbeiten (auf die ich ein bisschen stolz bin) zum Anhören bereit.
 
Pop-Abschiedsparty komplett ausverkauft

Es war einer der seltsamen Zufälle, die dafür sorgten, dass es ausgerechnet eine sehr gute, alte Freundin war, die gestern das letzte Ticket für Pauls Abheuerparty auf der Oceana einsacken konnte. Sie hatte sich nicht ganz so schnell entscheiden können, ob sie sich auf den (von ihr aus)b weiten Weg nach Bremen machen könnte, hatte mich angerufen. Und ich hatte ihr keine großen Hoffnungen machen können. Aber dann habe ich doch noch mal bei Hal-Oever.de nachgesehen. Und: Ein kleines Wunder: Genau das letzte Ticket hatte auf sie gewartet. Was für eine nette Überraschung: Nun kann auch Frauke aus F. dabeisein, die mich und die Wunderwelt seit mehr als 20 Jahren begleitet, die auch schon mal mit bei einer unserer Karibik-Reisen war und mehr als einmal mit mir in den Korallenriffen war.
Auch vor allen anderen, die sich eine Karte für die "letzte Fahrt" gebucht haben möchte ich mich verbeugen. Ich freue mich, dass das Interesse und die Begeisterung so groß sind. Die kleine Abschiedscrew wird sich alle Mühe geben, Euch einen traumhaften Abend zu bieten.

Achtung: Martinianleger
Nur um einem möglichen Missverständnis vorzubeugen: Die "Oceana" - das Schiff auf dem die "Paul E. Pop heuert ab"-Party  steigt - liegt am Martini-Anleger an der Bremer Schlachte (ein bisschen weiter stromaufwärts, bei Radio Bremen, gibt es noch einen weiteren Anleger. Aber der ist eindeutig nicht gemeint!!!!)

Thanks for the Fish
Ich bin sehr gerührt und manchmal auch ein wenig aufgewühlt und durcheinander von den vielen Mails, Briefen und Postkarten, die zum Ende der Wunderwelt bei mir eintreffen. Ich stehe allerdings auch unter Strom, weil es für die Abschiedsparty am 23. September und die allerletze große Sonderlieferung am 25.9. noch allerlei zu stemmen gibt.. Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit mich in aller Form bei all den Schreibern, Gratulanten und Trauernden zu bedanken. Aber im Moment muss einfach ein schnöder Eintrag an dieser Stelle reichen.
                                DANKE !
... euch allen, die Paul und mich begleitet haben, die aus einer unreifen Idee, die vor über 24 Jahren entstenden ist, eine erfolgreiche und unglaublich lange Geschichte gemacht habt. Und ehrlich: Es wird nicht das Ende sein. Ich werde Euch noch eine ganze Weile als geschwätziger Moderator erhalten bleiben. Es wird etwas Neues geben ... allerdings nicht sofort, nicht in den nächsten paar Wochen. Auch wenn ich weiter regelmäßig im Radio zu hören sein werde: Das nächste Projekt wird erst im nächsten Jahr angeschoben werden. Ich brauche nach dem 25.September erstmal eine Pause, ein wenig Abstand, einen klaren Kopf, um etwas Neues auszubrüten.
Und auch mein Freund Paul E. Pop wird sich nicht zur Ruhe setzen. In diesem Monat werdet Ihr bestimmt nicht zum letzten mal von ihm gehört haben.
 
19.08.2011

Paul E. Pop heuert ab

Vierundzwanzig Jahre sind eine lange Zeit, besonders, wenn man - wie Paul E. Pop - von einem Abenteuer ins nächste stolpert. Zwei Dutzend Jahre war er unterwegs und hat die Hörerinnen und Hörer von Radio Bremen mit seinen spannenden Reiseberichten versorgt, die um den ganzen Globus und durch zahlreiche Parallel-Welten und -Zeiten führten. "Sonntag Nacht gehört Paul E. Pop," jubelten die Fans der ungewöhnlichen Radiosendung, die über längere Zeit auch beim MDR, in Nordrhein-Westfalen, in Berlin und bei einem Schweizer Regionalsender zu hören war.

Nun allerdings will der ewige Globetrotter einfach mal "ein normales Leben" führen, wie er in einem seiner letzten Briefe schrieb. Und auch ich freue mich auf Pop-freie Wochenenden. 24 Jahre sind genug, aber natürlich will ich auf der Brücke stehen, wenn Paul E. Pop abheuert

Am 23. September 2011 soll auf der Weser der ehrenvolle Abschied des unermüdlichen Geschichtenlieferanten gefeiert werden. An Bord der "Oceana" wird noch einmal der "Pop" getanzt: Ein langer Abend mit allem, was zu einer "Tönenden Wunderwelt" gehört: Geschichten und Klänge aus fernen Ländern; Musik aus allen Winkeln des Globus und live dabei: Der Sänger und Gitarrist Iko Andrae, der selbst schon einmal - auf den Spuren von Paul E. Pop - bis nach Tobago gesegelt ist, in den verschlafenen Fischerort Charlotteville, in dem der Radio-Abenteurer seit über zehn Jahren lebt.

Natürlich habe ich auch Paul zu dieser Party eingeladen. Aber ich würde mich nicht darauf verlassen, dass er persönlich auftauchen wird. Zu oft schon hat sich der Weltenbummler im letzten Augenblick entschuldigen lassen. Große Feiern, bei denen er im Mittelpunkt steht, mag er ohnehin nicht. Also liegt's an uns, den Abschied zu feiern, wenn Paul E. Pop abheuert.

Abschiedsabend auf der "Oceana" an der Schlachte

Mit dabei: Sänger und Gitarist Iko Andrae, Global Pop mit Jörg Gebauer und mein Kollege (und vor allem guter Freund) Marcus Rudolph.

Freitag, 23. September 2011 am Martinianleger, an der Schlachte in Bremen
Einlass: Zwischen 19 und 20 Uhr
(Achtung: Rechtzeitig kommen, das Schiff legt um 20 Uhr ab; gegen 22 Uhr ist die Oceana wieder zurück am Anleger)

Eintritt: 15,00 Euro

Karten gibt's bei bei Hal Över, auch im Büro und Pavillon, telefonisch und bei jeder Vorverkaufsstelle erhältich.

Vierstündigen Extra-Ausgabe

mit vielen Gästen, Überraschungen und Erinnerungen am 25. September 2011.

17.07.2011
Wunderweltmeisterinnen - Finale ohne Paul
Ich wollte schon immer mal am Mikrofon sitzen, wenn ein Finale steigt. Und nach fast 24 Jahren mit der Wunderwelt ist es endlich so weit: Die Wunderwelt-Ausgabe am 17. Juli wird natürlich auch die wichtigsten Szenen und die Ergebnisse vom Endspiel der Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft aus Frankfurt liefern. Weil es nicht absehbar ist, ob das Spiel Japan-USA in die Verlängerung oder gar ins Elfmeterschießen gibt, wird's an diesem Abend keinen neuen Reisebricht von Paul E. Pop geben. Statt dessen Songs, die ich schon immer mal in der Wunderwelt spielen wollte - Titel, die schon längst mal hätten laufen müssen, die aber nie so recht passten. Einige echte Leckerbissen sind garantiert dabei, und auch ein paar Songs, bei denen man breit grinsen kann. Und ehrlich: Ich freue mich nicht nur auf diese Wunderwelt-Sonderausgabe, sondern auch auf ein spannendes , schönes Finalspiel.
 

05.06.2011
Geht das schon wieder los?
Ich wollte nie ein Workaholic werden, und ich habe keine Ahnung, wie es - trotz aller guten Vorsätze - dazu kommen konnte. Der zehnte Arbeitstag in Folge liegt hinter mir. Drei weitere kommen noch. Nächsten Donnerstag habe ich frei - wenn nichts Unvorhergesehenes passiert. Nein, ich will das überhaupt nicht bejammern. Es ist schön, eine Arbeit zu haben, die obendrein meist noch richtig Spaß macht. Aber ständig bleiben Dinge unerledigt liegen, werden auf der langen Bank weitergeschoben. Dazu gehört denn auch der Vorsatz, diese Seiten ein wenig besser zu pflegen; gelegentlich auch wieder Buchtipps zu schreiben und mehr von einer wunderbaren Reise zu berichten, deren Erholung hoffentlich noch ein bisschen vorhält. Aber ehrlich gesagt: Da sind noch ein paar andere wichtige Dinge zu erledigen. Und deshalb: Sorry! Die Popwelt muss (wieder einmal) warten.
 
29.5.2011
Drei Wochen ohne Wunderwelt
Ohne Vorankündigung bin ich mal wieder in zum Urlaub aufgebrochen: Zwei Ausgaben der Wunderwelt mussten dadurch ausfallen; eine weitere Lieferung fiel aus, weil am 22.Mai die Bremer Bürgerschaft gewählt wurde, und die langwierige und komplizierte Ermittlung der Ergebisse war den eindeutig wichtigetr, als die Abenteuer des Paul E. Pop. Ich habe diese lange geplante Reise mit Bedacht nicht im Radio oder auf dieser Seite angekündigt, weil's bedauerlicherweise oft genug Wohnungseinbrüche gab, wenn Kollegen ihre Reisetermine öffentlich gemacht haben. Sorry und eine aufrichtige Entschuldigung an alle, die sich Sorgen gemacht haben. Ich hatte keine Unfall und war nicht krank. Ganz im Gegenteil: Es ging mir drei Wochen lang ganz phantastisch.
 
Lecker Ferien in Holland
Zum zweiten mal war ich auf Bonaire - seit dem vergangenen Oktober eine niederländische Gemeinde; ein Stück Europa, 50 Kilometer vor Venezuelas Küste: Eine Insel deutlich anders, als die übrigen (32) kjaribischen Eilande, die ich schon besucht habe: Es gibt keine (nenenswerten) Berge, keine Regenwälder, keine traumhaften, breiten Sandstrände. Und wer Tauchen will, muss nicht lange mit dem Boot zu den Riffen fahren: Ganz Bonaire ist von einem gut erhaltenen Korallenriff umgeben, das meist nur zehn Meter vom Ufer entfernt ist. Man fährt seinen Pickup an einen der 92 markierten Tauchplätze und latscht dann ganz einfach zu den Fischen und zu den anderen Kollegen, die da unterwegs sind..
Eingang
Franzosen Kaiserfisch
Karettschildkröte
Aufregung, Abenteuer, Gewalttouren gab's keine auf dieser Reise, dafür einfach mal 23 Tage lang Pause. Keine Arbeit, keine Termine, keine neuen Platten, die durchgehört werden mussten. allerdings habe ich gerne ein paar Musikprogramme für unser kleines Hotel zusammengestellt, die dort demnächst abends im Garten am winzigen neuen Pool des "Bamboo Bali" zu hören sein werden. Dieses wunderbare Miniatur-Hotel (nur 5 tropische Hütten in einem üppigen Garten) war einer der Gründe für meine zweite Reise nach Bonaire- Es gibt niicht viele Orte, die so perfekt sind, die soviel Ruhe ausstrahlen und einfach alles bieten, das ich für den perfekten Urlaub brauche: Viele bequeme Stühle, Hängematten und Liegen; ein einfaches aber mit viel Liebe und Geschack eingerichtes Haus, in dem ich auch mal Kochen und Getränke kaltstellen kann; ein paar liebenswerte Vermieter, mit denen man gerne mal sein Kaltgetränk teilt; und eine Klimaanlage, die denn doch wieder bitter nötig war - bei Tiefstemperaturen um die 27 und einer bisweilen triefenden, knuffigen Luftfeuchtigkeit.
Wohlfühlen in Bali
BAmboo Bali Bonaire - Garten
Bamboo Bali - Ikea-Liegen am neuen Pool
Ich will nicht unterschlagen, dass auch das Kura-Hulanda-Hotel in Curacao ein Erlebnis war, aber wenn's ums pure Faulenzen geht, ist das Bamboo Bali einfach unschlagbar. Da war ich nicht zum letzten mal. Und ich bin auch bestimmt nicht zum letzten mal mit der "Divi Divi Air" geflogen: Die kleinste Fluggesellschaft der ABC-Insel: Sie haben nur ein einziges Flugzeug füt neun Passagiere. Es gibt keine Online-Buchungsmöglichkeit, und wenn das Gepäck mehr wiegt, als achtzehn Kilo, muss nachgezahlt werden (aber der Betrag liegt zwischen ein und zwei Dollar extra pro Kilo). Dafür waren sie freundlich, unkompliziert und pünktlich: Wenn alle Fluggäste da sind, startet die Maschine auch mal eine Viertelstunde früher. Vor allem aber ist der Flug ein echtes Erlebnis: Mit etwas Glück sitzt man neben dem Piloten oder direkt hinter ihm. Und auch wenn die kleine Islander-Maschine tiefrisch laut ist: Da macht das Fliegen einfach mal wieder Spaß!
Divi
                          Divi Air - Das Flugzeug
Anflug auf Bonaire
Flamingo International Airport
Soviel erstmal. Weitere Berichte könnten folgen, wenn mal ein bisschen Zeit ist. Aber ... blöd irgendwie: Nach meiner Rückkehr musste ich feststellen, dass die Arbeit brav und geduldig auf mich gewartet hat.
 
27.03.2011
Neues Paul E. Pop-Abenteuer
Ist das wirklich schon so lange her, dass ich zum letzten mal etwas auf diese Seite gepinnt habe? Egal! Am 27. März startet das Zusammenfassung 89. Paul-E.-Pop-Radioabenteuer "Die Welt ist doch genug". Unser Held muss sich dort mit Ereignissen und Erlebnissen herumschlagen, die teilweise weit zurückliegen. Durch Jacques Flostres raffinierte Zeitmanipulation wird Paul nach Cayo Coco, auf die Segelyacht Ylang Yalng und zum Turm von Hydaburg zurückkehren müssen.

4.1.2011
Und ein frohes Neues Jahr
Was für endlose hektische Tage - zumindest an meiner Seite der Pipeline. Seit dem 16. Dezember kein freier Tag, kurz vor Weihnachten dann endlich noch die neuen Fenster, die mit stattlicher Verspätung eingebaut wurden - bei -10 Grad, was für die wackeren Monteure nicht gerade lustig war. Dann das Schienenchaos, das dafür sorgte, dass das Familienfest sehr anders ausfiel, als geplant. Einspringen für erkrankte Kollegen, Trailerproduktionen; Weihnachtsgeschenke; eingefrorene Autos; Silvester, Neujahr vor dem Mikrofon. Es fing rasant an, dieses neue Jahr, und viel habe ich davon eigentlich gar nicht mitbekommen. Trotzdem: Sorry, dass die Aktualisierung dieser Seiten auf sich warten ließ, und das die guten Wünsche zum Neuen Jahr erst mit Verspätung hier angepinnt wurden. MAl sehen ... vielleicht wird jetzt ja alles etwas ruhiger ...
 
10.12.2010
Das "andere Radioprojekt"
Da meine Güte! Da schreib' ich von einem "anderen Radioprojekt", das mich momentan von anderen Dingen abhält, und schon hören einige die Flöhe husten: Nein - es ist ganz profan. Es geht um die Einführung einer neuen Software, um die ich mich kümmern darf. Es betrifft weder die Wunderwelt noch wird's davon ein Buch, eine CD oder ein Hologramm geben. Manchmal tue ich auch Dinge, die nicht spektakulär sind oder in aller Form öffentlich gemacht werden müssen. Aber ich bin ja lernfähig: Ich werde mich bemühen, keine Worte mehr zu verwenden, die auf die Goldwaage gelegt werden können.
 
5.12.2010
Keine Wunderwelt am 26. Dezember
Kleine Weihnachtspause am 2. Feiertag: Der letzte Sonntag des Jahres wird Pop-los bleiben. Wer allerdings nicht auf die Stimme des geschwätzigen Moderators verzichten mag: Am 25. Dezember werde ich von acht bis Mitternacht bei Bremen eins am Mikrofon sitzen, und in den letzten Tagen des alten und den ersten des neuen Jahres auch verstärkt bei Funkhaus Europa im Einsatz sein (sh. rechts). Und nochmals sorry: Dieses Jahr wird's keine karibische Weihnachtsgeschichte geben. Ich stecke zur Zeit - über sämtliche Ohren - in einem etwas anderen Radio-Projekt, das nicht direkt hörbar sein mag, aber viel Sorgfalt, Zeit und Engagement erfordert. Da fehlt mir doch ein bisschen die Muße und die Muse, die zu so einem Projekt gehört.
 
14.11.2010
Neues Paul-E-Pop-Abenteuer
"Heimat der Tapferen" heißt das Zusammenfassung88. Radioabenteuer von Paul E. Pop. Es ist die direkte Fortschreibung der Ereignisse in "Sturmkrähe": Flostres Versuch, einen Fehler zu korrigieren, den er vor 20 Jahren gemacht hat, bringt Paul, Rita, Lee, Eik-Gunnar Haarde und Mo2Yo ins Zentrum der "Vereinigten Welten". Auf "Gaia 3" wird die Globale Rutschbahn bereits seit mehreren tausend Jahren genutzt, und diesen Vorsprung nutzte die Parallelwelt um ein recht erfolgreiches, freizügiges Gesellschaftssystem zu entwickeln - allerdings nur für seine eigenen Bürger.
 

Holland in der Karibik
Noch eine kleine Nachlese meiner jüngsten Reise auf eine niederländische Insel: Seit dem 10. Oktober ist Bonaire (ebenso wie Saba und St. Eustatius) Sondergemeinden der Niederlande. Obwohl die Inseln 8000 Kilometer  weit entfernt sind, gehören sie nun eindeutig zu Europa . Kein Gouverneur, sondern ein Bürgermeister regiert nun diese drei Inseln. Bei Volksabstimmungen im benachbarten Curacao und in St. Maarten allerdings entschied man sich, auf Distanz zu den Niederlanden zu bleiben. Diese beiden Inseln sind nun eigenständige Gebiete innerhalb des niederländischen Königreiches. Dennoch: Die holländische Vergangenheit ist besonders auf Curacao nicht zu übersehen. Man glaubt tatsächlich in den Niederlanden und zugleich in der Karibik zu sein. Und die Kontraste sind bisweilen sehr reizvoll.
Curacao 1
Curacao 2
Curacao 3
 
7.11.2010
Immer noch nicht wieder da

Auch wenn's hteinem momentan der hiesige Herbst nicht so ganz schwer macht: Mit Herz und Kopf bin ich immer noch auf den Insel, ganz bim Süden der Karibik. Es war noch gar nicht lange her, da saß ich beim Frühstück draußen, schwitzte und war vollkommen verblüfft, als das erste mal einer dieser unglaublichen Leguane mit träger Selbstverständlichkeit auf eine Füße zusteuerte. Die großen Grünen Urviecher habe ich zwar auch schon auf anderen Inseln kennengelernt, aber meist waren sie scheu und vor allem: selten. Aufgefressen von einheimischen und Piraten: Angeblich soll Leguan ähnlich wie Hühnchen schmecken. Aber ich werd's nicht versuchen, auch wenn auf Bonaire und Cuaracao offenbar kein Leguan-Mangel besteht. Bis zu zwei Meter können die Iguanas messen, und sie sind Weltmeister im durchdringenden Anstarren.

Iguana
Flamingos
Sittich
Fast ebenso auffällig und allgegenwärtig sind auf Bonaire die Flamingos, die überall am Stranrand in Tümpeln rumstehen und rosa in die Gegend leuchten. Richtig beeindruckend werden die figurbewussten Langbeiner allerdings erst in der Abenddämmerung, wenn sie in kleinen Neon-Filzstift-Staffen über den Himmel ziehen. In Symbolschrift sieht das etwa so aus: --o--, nur eben orange-rosa.
Die lautesten Urlaubsbegleiter auf Bonaire allerdings waren die Sittichbanden: Fliegen, ohne dabei lautstark zu Krakelen geht bei ihnen gar nicht. Und wenn das Schwadron startet, geht ein ordentlicher Film ab! Auch da: Sie sind verblüffend zutraulich, lassen sich gerne fotografieren und sorgen dafür, dass man auf Bonaire über Wasser mehr geboten kriegt, als auf vielen anderen Inseln. Unter Wasser gilt die Insel als eines der Top-Tauchparadiese der Karibik. Aber ehrlich gesagt: Das ist ein wenig übertrieben. Schlecht war's zwar nicht, aber Bonaire hat nichts zu bieten, was andere karibische Tauchziele nicht auch haben. Und das einsame Strandtauchen - ohne Netz und doppelten (Sicherheits-)Boden - ist nicht Jedermans Sache.
 
Warum's hier keine Buchbesprechungen mehr gibt

... weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Mein Engagement ist da wohl ein wenig schläfrig geworden. Selbst ein paar müde Zeilen lassen sich nicht aus dem Handgelenk schütteln. Jeder kleine Tipp braucht seine Zeit. Und die hab' ich in den letzten Monaten meist dazu benutzt, um gleich die Nase ins nächste Buch zu strecken. Mal sehen: Vielleicht lässt sich der alte Enthusiasmus wiederbeleben. Das hängt wohl in erster Linie von all den anderen Dingen ab, die auf meiner Liste stehen. Und manche davon sind notorisch vorrangig ...
 
31.10.2010
Zurück von den Inseln unter dem Wind
Mehr als drei Wochen lang tummelte sich der geschwätzige Moderator auf Benedenwindse Eilanden: Der erste längere Urlaub nach zwei Jahren Pause. Und: Heiß war's, feucht, voller Mücken und unglaublich erholsam.



Zweimal (am 17. und 24.10) musste aus diesem Grund die Wunderwelt auf Bremen eins ausfallen - und sorry: Sowas mag ich nicht vorher ankündigen: Erstens weil ich bis auf den letzten Drücker hoffte, die Sendungen noch vorproduzieren zu können (wo mir aber eine lästige Erkältung einen Strich durch die Rechnung machte). Und zweitens: Da hat's ein paar Fälle gegeben, wo die Wohnungen von Kollegen nach einer Reise recht gründlich ausgeplündert waren (ehrlich!). Und insofern: Ich mag's selbst der geneigtesten Hörerschaft nicht auf die Nase binden, wann und wie lange ich janz weit wech bin. Wer aber mal sehen will, wo ich einen großen Teil meiner Zeit verbracht habe: Hier ist der Link Quicklink zu einem kleinen, aber wirklich feinen Laden in Bonaire. Das "Bali Bonaire" ist wirklich so schön, wie's da aussieht und die Crew ist einfach umwerfend nett. Da kann man wirklich lange in der Hängematte schaukeln!
Mehr über das "B" und das "C" der ABC-Inseln in der Wunderwelt auf Bremen eins.
 
Wieso gibt's hier keine Rum-Tipps mehr?
Teil dieser Seiten war ein recht umfassendes gepflegtes Kompendium aller von mir verköstigten Rumsorten. Das war eine sehr subjektive Sache, mit der ich mir auch einige wütende und/oder merkwürdige Post eingefangen habe. Das weitaus größere Problem aber sind die Schwankungen der vielen karibischen Sorten. Was vor fünf Jahren ein Spitzenrum war, kann heute ein mittelprächtiger Tropfen sein - weil man die Sorten anders verschnitten hat, weil der Sommelier gewechselt wurde oder weil die Destille einen grandiosen Vertrag mit dieser oder jener Firma absgeschlossen hat und plötzlich zehnmal so viel Flaschen anliefern muss.
Ich bin allerdings auch etwas misstrauisch geworden: wie kommt's, das der von mir momentan wirklich favorisierte 23jährige "Ron Zapaca" plötzlich in fast jedem Regal steht, obwohl ich von dieser Marke bis vor zwei Jahren wirklich nichts gehört habe. Und sorry - mit ein bisschen Zuckermelasse und anderen Zutaten lässt sich jeder mittelprächtige Rum in einen sensationell milden, aromatischen Tropfen verwandeln. Und ein Reinheitsgebot für Rum gibt's nicht - schon gar nicht in Mittel- und Südamerika. Das sollte niemand davon abhalten, das zu trinken, was ihm (oder ihr) gut schmeckt. Nur: Wenn man nicht hinter die Kulissen blicken kann, wird's schwierig, zuverlässige und profunde Tipps abzugeben. Und deshalb: Die kleine Piraten-Rumabteilung der Popwelt-Seiten wird auch weiterhin brach liegen.
 
... mehr Antworten, Fragen und Neuigkeiten aus der Zwischenwelt: Demnächst in diesem Kino.

 
18.7.2010
Die Wunderwelt ist wieder da!
Nach fünf Fußball-Sontagen kehrt die Wunderwelt am 18. Juli in alter Form zurück - oder viel mehr: in neuer Form, gut ausgeruht, hellwach und mit einem Zusammenfassung brandneuen Reiseabenteuer unseres Helden Paul E. Pop. "Sturmkrähe" heißt die neueste Geschichte, die den Mann aus dem Jenseits auf eine lange und sehr intensive Reise schicken wird - eine Reise, bei der er alte und neue Freunde trifft. Zuerst einmal muss jedoch ein diebisches Gespenst im Old Pirate's Inn gestellt werden, das einen unstillbaren Appetit auf Fisch zu haben scheint, das aber auch vor Nuts' Preziosen nicht zurückschreckt.
 
9.5.2010

Wunderwelt-freie Wochen
Am 11. Juni beginnt die Fußball-WM in Südafrika. Und da wird natürlich auch an den Sonntag-Abenden gekickt. Das hat denn einfach mal Vorrang, denn im Grunde genommen ist Fußball im Radio ja noch viel besser, als Fußball im Fernsehen. In der Zeit vom 13. Juni bis zum Finale am 11. Juli wird Paul E. Pop deshalb mal einen Vuvuzela-Sonderurlaub antreten: Keine Wunderwelt in diesen Wochen. Allerdings werde ich in dieser Zeit öfter mal in anderen Abendsendungen bei bremen eins zu hören sein und auch selber mal dafür sorgen, dass wir rechtzeitig zu den Toren in die Stadien von Johannesburg, Kapstadt und Durban schalten.

Wie konnte das passieren?
Aufmerksame Hörer haben's sofort bemerkt: In der Wunderwelt-Ausgabe vom 2. Mai wurde nicht etwa das neu, 14. Kapitel von Pauls und Ritas Radio-Abenteuer "Unter Verdacht" geliefert, sondern es wurde stumpf die Geschichte der Vorwoche - das 13. Kapitel - wiederholt. Und es tut mir leid, wenn ich da alle bereits kursierenden Verschwörungstheorien dementieren muss: Es war ganz einfach eine dumme, alberne Panne; eine Verwechslung; ein kleiner Moment, in dem irgendjemand nicht ganz genau hingeguckt hat. Der geschwätzige Moderator wollte weder testen, ob die geneigte Hörerschaft genau hinhört, noch wurde die fehlende Folge von der isländischen Aschewolke zerbröselt. Es war einfach nur ein Versehen. Sorry! Die fehlende Fole wird am 9.5. natürlich nachgeliefert.
 
4.5.2010
Spirits mit neuer Anfangszeit
Die allwöchentliche "Spirits"-Sendung bei Funkhaus Europa beginnt ab dem 9.Mai immer eine Stunde früher - also um 8:05 Uhr. Ansonsten wie gehabt: Zwei Stunden aus tiefster Seele: Soul, Reggae und ihre ganze musikalische Verwandtschaft - einmal im Monat auch mit mir. Die terminverschiebung ist Teil einer kleinen Umstrukturierung und Erweiterung des Funkhaus-Europa-Programms. Nähere Informationen gibt es hier.
 
4.4.2010
Frohe Ostern!
... und bevor ich's wieder vergessen:Beim in Ehren ergrauten New Yorker Sonero Henry Fiol kann man sich gratis und mit einer wirklich netten Grußbotschaft ein wunderbares, zeitloses und glänzend produziertes Salsa-Album abholen.  Als Dankeschön an seine Fans (und alle, die's noch werden könnten) bietet er das Album "De Cachete" als kostenloses Download an - in bester Qualität. Und muy sabroso! Gracias!
 
14.3.2010

Nordkorea?
Vielleicht ist "Inspektor O" ein Meisterwerk der Literatur: Ein Buch in dem der Leser die einzelnen Passagen auseinanderschnippeln und neu zusammensetzen muss, damit sie einen Sinn ergeben. Vielleicht ist es auch eine Eigenart der nordkoreanischen Kultur, dass man auf Fragen prinzipiell Antworten erhält, die scheinbar gar nichts mit dem Thema zu tun haben. Vielleicht kann James Church aber auch einfach nicht schreiben. Ich glaube, dass letzteres der Fall ist. Ich habe mich wirklich durch diesen Krimi hindurchgeschleppt, vor allem, weil es ja eigentlich eine interessante Sache ist, einem Inspektor in  Pjöngjang über die Schulter zu gucken, der bei seinen Ermittlungen ständig mit den Interessen der verschachtelten Hierarchie aneinander gerät. Aber in diesem Buch läuft wirklich alles aus dem Ruder. Schade drum!
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7.3.2010
Alte Bekannte - Gute Bekannte
Für sein neuestes Werk "Fool" hat sich Christopher Moore den alten William Shakespeare vorgenommen. Das ganze ist (wenn ich mich richtig erinnere) eine ziemlich werkgetreue Nacherzählung des alten "King Lear" - aus der Sicht des Narren, der dem abstrusen Schinken zu einem etwas anderen Ende verhilft. Damit ist das Ganze eine reichlich andere Geschichte, als die Moores durchgeknallte Wunderwerke wie "Flossen Weg!" oder der "Lustmolch", die (im weitesten Sinne) im Hier und Jetzt spielen und vor allem von den wunderbar-schrägen Charakteren leben. "Fool" dagegen ist etwas blutleer, auch wenn Blut und andere Körpersäfte reichlich fließen. In einem Nachwort erklärt der Autor, warum er - der Amerikaner - ausgerechnet den alten britischen Meister durch seine Mühlen ziehen musste. Ehrlich gesagt: ich hab's nicht kapiert. Ich glaube, es geht vor allem darum, möglichst viele derbe Worte und Bilder im Text unterzubringen, die den prüden Amis die Schamesröte ins Gesicht treiben müssen.
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Wirklich grandios dageben "Too Many Curses" von A. Lee Martinez. Der Meister von Montren, Mumien und Mutationen hat sich dieses mal selbst übertroffen. Schon seine bisherigen Bücher gehören zum besten und schrillsten, was in Sachen Fantasy in den letzten Jahren geschrieben wurde: Ein bisschen Trash, ein bisschen Ekel und immer wieder überraschende Wendungen, eingepackt in durchdachte, witzige Stories. Dieses mal ist die kleine Koboldin Nessy die Heldin, eigentlich so etwas wie die Haushälterin des arroganten, aufgeblasenen und sadistischen Zauberers "Margle". Der allerdings kommt einigermaßen unspektakulär ums Leben, und nun müssen Nessy und ein paar unscheinbare, ängstliche und verunsicherte Wesen zusehen, dass sie das düstere Schloss in Schuss halten. Der ganze Bau entwickelt ein bedrohliches Eigenleben und allerlei fiese Schreckgestallten müssen unter Kontrolle gebracht werden. Nessy wächst über sich selber heraus und die Geschichte entwickelt dabei einen tiefen, nachdenklichen Humanismus, der an Terry Pratchett erinnert. Bisweilen ist es rührend, meist aber einfach nur mitreißend und spannend, was sich da entwickelt.
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Nur am Morgen
Da flatterten Mails rein, in denen ich gebeten wurde, meine Sendetermine in Funkhaus Europa doch wie gewohnt hier auszuhängen. Sorry: Die stehen alle in der rechten Spalte. Mehr sind's eben nicht. Am Nachmittagen werde ich dort nicht mehr am Mikrofon sitzen - dafür aber gelegentlich morgens am Wochenende - bei "Cosmo" und wie gewohnt einmal monatlich mit "Spirits".
 
21.2.2010
Wow! Spannung pur!
Eigentlich hab' ich im Moment viel zu viel um die Ohren, um nebenher noch ausgiebig die Nase in Bücher zu stecken. Aber es hilft nichts, aber die Londoner Krimis von Gay Longworth kann man einfach nicht aus der Hand legen: Detective Inspector Jessie Driver ist eine kantige, vielschichtige Ermittlerin, die ständig im Clinch mit sich und dem Rest der Welt liegt. In "Bleiche Knochen" (dt.: 2004) und "Haut und Knochen" (dt: 2006) beweist sie zwar Kombinationsgabe und detektivisches Gespür, aber mit ihren Kollegen - besonders mit gleichgestellten und Vorgesetzen - kommt sie einfach nicht klar. In beiden Fällen geht's um gruselige, hässliche, vertrackte Fälle im modernen London. In beiden Büchern gehen die Ermittlungen vom Bodensatz der britischen Hauptstadt, von Mitarbeitern der Müllabfuhr, Obdachlosen und kleinen Gangstern bis zu den Oberen Zehntausend: Fernsehstars, Adlige und Rockstars müssen mitansehen, wie die Fassaden ihrer heilen Welten zusammenbrechen.
Mag sein, dass man in den Stories über Ungereimtheiten stolpert - oder über die vereinzelten aber haarigen Übersetzungs- oder Lektoratsfehler. Aber das leistet der Spannung keinen Abbruch. Die Stories der englischen Autorin haben eine Wucht und eine Geschwindigkeit, die mich einfach mitgerissen hat - und zwischendrin gibt's immer wieder Luft für ein paar philosophische, gesellschaftliche Fragen über die es lohnt, nachzudenken. Schön, mal wieder solche Bücher entdeckt zu haben; schade, dass bislang nur zwei Romane um die junge Londoner Motorrad-Inspektorin gibt.
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31.1.2010
Auf ins 86. Radioabenteuer
"Unter Verdacht" heißt der Zusammenfassung neueste Bericht aus Paul E. Pops Welt. Doch es ist nicht "der Mann aus dem Jenseits", sondern seine Freundin Rita Stefanidis, die uns mit dieser Geschichte versorgt. Ein gefährlicher Gedankentransfer hatte den Verstand unseres Helden in den Kopf des achthährigen Talghat versetzt. Nach seiner Rückkehr nach Tobago und in seinen angestammten Körper hatte sich Paul  verändert. Er war still geworden und hatte offenbar jede Motivation verloren. Unter anderem hatte er beschlossen keine weiteren Radio-Berichte mehr zu schreiben, und so musste Rita seine Arbeit übernehmen. Pauls seltsame Apathie bringt ihn eine äußerst bedrohliche Situation.
 
Musik aus Haiti
In 'Spirits' in Funkhaus Europa serviert Joachim Deicke am 14. Februar die ganze Vielfalt der haitianischen Musikszene. Von Gospelchören bis zu 'Mizik Rasin" (der haitianischen Popmusik), von leisen Twoubadours bis kreolischem Reggae und Sals wird alles dabei sein.
  
10.1.2010
Wunderwelt am 10. Januar fällt aus!
Das Jahr fängt ja gut an: Gleich mal die obgligatorische Erkältrung eingefangen. Nein! Keine Grippe - und schon gar keine Schweinegrippe, sondern einfach nur diese schweinische kleine Erkältung mit Halskratzen, einem Taschentuchverbrauch von 5,8 Sph und einem Kopf, der problemlos mehrere Lagerhallen füllen kann. Wer heute Vormittag "Spirits" gehört hat, hat's vielleicht mitbekommen, wie der geschwätzige Moderatador da atemlos auf einer einzigen Note rumnäselte. Und 'pops Tönende Wunderwelt" - das wär einfach nicht gegangen. Sorry! Aber alles wird nachgeholt. Versprochen! Nennt mich Matschbirne!


22. November
Und wie geht's hier weiter?
Es ist etwas mehr als zwei Monate her - da hatte ich an dieser Stelle die provokante Frage gestellt: Braucht eigentlich noch jemand die Popwelt-Seiten im Internet? Und prompt kam ein orkanartiges Echo: Ohne die Seite geht's nicht - hieß es dutzenfach. Nicht eindampfen, sondern erweitern, erneuern, verbessern, so der Tenor. Etliche boten ihre Hilfe an, einige plädierten gar für eine Sammlung, um den Fortbestand der Seiten zu sichern. Natürlich habe ich ganz schnell den Rückzieher gemacht. Die Seite wird gebraucht und gelesen. Mehr wollte ich ja gar nicht wissen. Und das mangelnde Feedback, das ich da beklagte: Das lag doch alles nur an meinem Umzug - so die geneigte Leserschaft. Da wollte man mich nicht noch zusätzlich mit Anfragen und Kommentaren belästigen. Sehr freundlich und gut mitgedacht.
Aber nun liegt der Umzug drei Monate hinter mir. Und das Feedback zu den Popwelt-Seiten? Null - abgesehen von einem ganz kleinen Kreis wirklich treuer Stammhörer, die mir immer wieder mal ein paar nette Zeilen schreiben.
Ist alles nicht so schlimm. Ich hab' mich daran gewöhnt, dass diese Art der Kommunikation - so wie auch das Radio .- eine recht einseitige Geschichte ist. Aber so ein bisschen fehlt mir doch die Motivation, an dieser Stelle all zu viel Zeit und Mühe zu investieren. In diesem Sinne wird's heir doch eher weniger als mehr geben. Aber um's pseudophilosophisch zu sehen: Weniger kann ja auch mehr sein.
 
1. November
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Ich habe alle bisherigen Bücher von Dan Brown verschlungen, und ich habe ihn nach besten Kräften verteidigt, als die ersten kulturverschnörkelten Besserwisser behaupteten, dass der Mann gar nicht schreiben kann. Meine Güte! Dan Brown schreibt schließlich keine neunmalklugen hochgeistigen Schlaumeier-Epen, sondern actiongeladene, gut recherchierte Thriller. Hat er wenigstens getan. Aber das neue Werk? "Das verlorene Symbol"? Was soll das denn? Es ist der Versuch, einen passenden, historisch-verrätselten Nachfolger für den verhuschten Kryptik-Experten Robert Langdon zu schreiben: Mythen, Legenden, Geschichte, ein tollwütiger Killer, verzweifelte Geheimdienstler, falsche Fährten. Es ist das gleiche Fundament, auf dem die Bestseller "Sakrileg" und "Illuminati" entstanden sind. Nichts gegen einzuwenden.
Nur: Jetzt ist es doch ein Schlaumeier-Epos geworden. Andauernd wird die Handlung von langen, belehrsamen Monologen durchbrochen. Alles ein bisschen zuviel des Guten, vor allem, dass nach dem Ende der Story noch mal auf 50 (!) Seiten erklärt und philosophiert werden muss. Und selbst diese ständigen gelehrten Einschübe helfen nicht, die Ungereimtheiten zu überdecken. Da stimmt einfach vieles nicht; da gibt's Ungereimtheiten; Sprünge, die man einfach nicht glauben mag; und die Rätsel, mit denen Brown bislang so virtuos hantierte? Also: Ich bin ein schlechter Rätsler; ich bin wie vernagelt, wenn ich vor den Silben- und Zahlenrätseln meiner Tageszeitung stehe. Aber die Kopfnüsse, die mir Dan Brown da auftischte: Ich hatte sie längst geknackt, während der Roman-Held Prof. Langdon noch mit gerunzelter Stirn überlegte, wie er wohl eine Lösung finden könnte.
Nein wirklich: Das Buch hat seine Spannung, viele gute Ideen und erstaunliche Fakten zu bieten. Aber es ist eine derbe Enttäuschung im Vergleich zu den Vorgängern. Schlecht "zusammen gegoogelt"!
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18. Oktober
Geburtstagsgrüße
Gleich nochmal "Danke!" für Glückwünsche und all die freundlichen Rückmeldungen zum Wunderwelt-Jubiläum. Hat mich sehr gefreut, was es da zu lesen gab. Vorneweg natürlich die schöne, erstaunliche und stolze Geschichte von Armin und Tina aus O., die sich durch eins der berühmten Pop-Ins kennen- und lieben gelernt haben. Und nun kam ihr Sohn Janik Paul (!) ausgerechnet genau am Jubiläumstag unserer Sendung zur Welt: Was für ein verblüffendes Timing, und wenn's denn da irgendwelche höheren Schicksalsmächte geben sollte: Wer weiß, was das für ein Zeichen sein mag: Vielleicht wird Janik Paul ja auch irgendwann mal ein lauschiges Haus in der Karibik bewohnen. Zu wünschen wär's ihm, wenn er denn auch seine Eltern mal gelegentlich einlädt.
 
Was das jubiläumsbedingte Feedback betrifft: Das kann gerne so weitergehen. Die Wunderwelt lebt von und mit den Rückmeldungen der geneigten Hörerschaft. Und jeder darf gerne mal eine Mail schicken - auch wenn gerade kein Geburtstag gefeiert wird; auch wenn der geschwätzige Moderator gerade mal nicht damit droht, diese Seiten zu schließen, weil's keine erkennbare Resonanz gibt. Ich weiß: Wir haben alle schrecklich viel zu tun und wir sind alle eher stille Genießer. Aber ab und zu mal zwei, drei Zeilen, ein Kommentar zu diesem oder jenem auffälligen Musiktitel: so was kann Motivation und Ideen liefern und helfen, die Sendung noch besser zu machen. Einfach eine mailadresse schicken. Eine persönliche Antwort mag ich nicht garantieren, aber (fast) alles was rein flattert hat seine Folgen.
 
Lesenachtrag
Nun hab' ich endlich alle Bände von Joshua Mowls Gilden-Trilogie hinter mir, und ehrlich: Lange nicht so was gutes, packendes und schlau recherchiertes gelesen: Zwei Teenager, Anfang der Zwanziger Jahre, auf  einer komplizierten, vertrackten Spurensuche durch Südost- und Zentralasien - zu Wasser, zu Lande und in der Luft. Tatsächlich sind sie da mit den jeweils neuesten und ungewöhnliches Fortbewegungsmitteln ihrer Zeit unterwegs, dazu gibt's schöne und faszinierende Konstruktionszeichnungen ihrer Schiffe, Eisenbahnwaggons und Luftschiffe. Es gibt umfangreiches Kartenmaterial, Fotos und Zeichnungen, Anhänge und Erklärungen, in denen man viel über Politik, Erfindungen und Architektur erfahren kann: Alles aus den umfangreichen Privatarchiven der Rebecca MacKenzie, die erst in jüngster Zeit entdeckt und geöffnet wurden.
Es geht - ohne allzu viel von der Geschichte und ihrer Handlung zu verraten - um einige der ältesten Geheimnisse der Menschheit, um das Wissen einer sagenhaften Vor-Zivilisation, das von der Ehrbaren Gilde der Spezialisten bis ins 20. Jahrhundert bewahrt wurde. Einige skrupellose Schurken haben Wind von diesen gefährlichen und mächtigen Errungenschaften der Tembla bekommen, und damit beginnt ein atemloses Rennen um  das geheimnisvolle 'Zoridium' und die verlorene Stadt Ur-Can, in dessen Mittelpunkt die jungen Becca und Doug stehen. Die beiden sind immer wieder gefordert, knifflige historische Rätsel zu entschlüsseln, sich mit List, Tücke und ein paar guten Freunden einen Vorsprung zu verschaffen und oft genug gibt es auch ganz handfeste, dramatische Kämpfe. Die Gilden-Trilogie (siehe unten) hat  schon ihre Gemeinsamkeiten mit Dan Browns Klassikern. Nur: sie ist  noch besser, schlüssiger und unterhaltsamer. Mag sein, dass diese Bücher für Jugendliche geschrieben worden sind. Aber erstens: Was spielt das für eine Rolle, wenn so herrliche Bücher sind? Und zweitens: Sind wir nicht alle irgendwie Jugendliche?
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(Ich hätte auch sechs Sterne vergeben können!)
 
4.Oktober
22 Jahre Wunderwelt
Boh! Waren das wirklich 22 Jahre? Unglaublich. Und vorneweg: Danke, Danke, Danke! Danke für die Glückwünsche, die rein geflattert sind. Und danke vor allem für die Treue, für die Begeisterung, für den Einsatz der geneigten Hörerschaft.. Ohne diese ständige Beteiligung und Einmischung wäre unsere Sendung nie so alt geworden, und womöglich hätte ich auch irgendwann das Handtuch geworfen. Natürlich hat's in diesen 22 Jahren Momente gegeben, wo ich gedacht hab: „Mmmh! Mal sehen! Vielleicht könnte ich mal was ganz anderes starten. Vielleicht hab' ich's auch ein bisschen satt, jeden Sonntag in diese endlose Expedition aufzubrechen." Aber bei solch netten Hörerinnen und Hörern, die auch nach so langer Zeit mit so so einer Wucht dabei sind und manchmal auch noch ihre Dankesbriefe losschicken - also ... da fällt's mir nicht schwer, einfach weiterzumachen.
Eine Feierstunde wird's in diesem Jahr nicht geben, aber wer sich an einem Geburtstags-Ständchen beteiligen möchte: Ich bin absolut offen für Musikwünsche aller Art: Wer einen ganz bestimmten Song endlich mal wieder hören will; wer findet, dass ein verdammt gutes Stück Musik 22 Jahre lang schnöde ignoriert worden ist; wer was entdeckt hat, was einfach perfekt zur Wunderwelt und ihrem Geburtstag passt: Her damit! Ich will's gerne spielen, wenn sich's auftreiben lässt. Wunder-Wünsche und Grüße an mail-ät-popwelt.de.

Neuentdeckung fürs Bücherregal
Eine jahrhundertealte Geheimorganisation, die ein großes, erstaunliches Wissen bewahrt; bahnbrechende Erfindungen; ein umgebautes Schiff, das zum Hauptquartier der Ehrbaren Gilde der Spezialisten umfunktioniert wurde; durchtriebene Gegenspieler und spannende, atemlose Abenteuer an exotischen Schauplätzen: Kommt das irgendjemand bekannt vor? Irgendwie ist Joshua Mowlls Trilogie auch eine Wunderwelt - zumal die Bücher wie kleine Schatzkiste daherkommen: Vollgepackt mit historischen Karten, kleinen Bleistiftzeichnungen, Postkarten, Zeitungsartikel und kleinen Hintergrund-Notizen zu den Akteuren dieser ungewöhnlichen Romane.
Die Trilogie um die 'Gilde der Spezialisten' spielt Anfang der Zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Zwei Teenager machen sich im fernen Osten auf die Suche nach ihren verschwundenen Eltern, verfolgt und bedrängt von Piraten, verrückten Wissenschaftlern und rätselhaften Kämpfern. Das ist Indiana Jones und Suzie Wong; Enid Blyton und Dan Brown - Jugendbücher sicherlich, von cleveren Kids, die schlauer und schneller sind, als die schwerfälligen Erwachsenen. Aber viele so genannte Jugendbücher zählen ja zum besten Lesestoff der letzten paar Jahre. Und diese Trilogie: Ein absoluter Leckerbissen (obwohl ich gerade erst beim zweiten Band bin).
"Operation Red Jericho", "Operation Taifun" und "Operation Storm City" (letzteres noch nicht auf deutsch erschienen) sind übrigens auch echte Jungs-Bücher: Ich glaube, dass nur männliche Leser so einen manischen Spaß an Karten, Diagrammen und Konstruktionszeichnungen haben. Leserinnen bekommen allerdings trotzdem eine immens spannende, anrührende und historisch perfekt recherchierte Geschichte.
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27.September
Die Band mit Pop drin
Noch ist sie noch im Teststadium, aber der fleißige Axel, guitarriste extraordinaire von Naasti, hat sich ins Zeuig gelegt, um die musikalische Vergangenheit der drei Masterminds der Wunderwelt wider sehr aktuell und hörbar werden zu lassen. In rapider Geschwindigkeit ist die Myspace-Seite der legendären Truppe aus den frühren Achtzigern gewachsen - zum Anhören, Nachlesen und zum Aufbau und Zerstreuen wüster Verschwörungstheorien. Ohne die Band wäre 'Pops Tönende Wudnerwelt' nie entstanden - aber wer dabei welchen Anteil hatte : Das darf sich jeder selbst hochrechen. 
Um Kommentare, Anregungen und Ergänzungen wird dringend gebeten. Mehr zu diesem neuen Projekt - in Kürze hier. Jetzt muss ich erstmal verdauen, dass der nächste Vizekanzler wohl Guido heißt ... und dass unsere alte, treue Katzendame Edwina diese Welt verlassen musste. Zwei traurige Nachrichten an einem so schönen, goldenen Septembersonntag ....
 

21. September
In der Zwischenzeit
Natürlich hätten die folgenden Einträge schon gestern Abend hier auftauchen sollen - aber hätte ich darauf kommen können, dass man für die Fahrt von Berlin nach Bremen auch knapp sechs Stunden brauchen kann? Und es kann ganz schön öde sein, in einem Kleinwagen ohne Autoradio. Aber dafür hat man Zeit, sich mit großen, pseudophilosophischen Fragen zu befassen - etwa mit der Phänomenologie von Autobahnstaus: Einige entstehen sicherlich nach Unfällen, hinter Schwerlasttransporten oder durch Baustellen. Aber offenbar gibt es auch ellenlange endlose Staus (wie meine 18 Kilometer hinter Magdeburg), die aus heiterem Sonntagshimmel entstehen - so wie die von Flugzeugpiloten gefürchtete "Clear Air Turbulence" oder die berüchtigten Monsterwellen, die plötzlich irgendwo aus den Ozeanen tauchen.
Ein anderes, faszinierendes Überland-Phänomen ist das plötzliche Absinken der Tankstellendichte. "Macht ja nichts", habe ich mir gedacht als die Reservelampe an der Benzinanzeige aufleuchtete. Die Reserve reicht - laut Betriebsanleitung - lässig für 50 bis 80 Kilometer. Nach 40 tankstellenlosen Kilometern habe ich dann aber doch die erstbeste Ausfahrt genommen. Und endlich, endlich, endlich ... während ich mich schon in Gedanken am Straßenrand sah, einsam an einem endlosen märkischen Highway, zu Fuß unterwegs, der tiefer sinkenden Septembersonne entgegen, auf der Suche nach einem Liter Sprit. (Naja, dann war da doch eine Tankstelle, und ein Liter Benzin wäre auch noch in meinem Tank gewesen, und danach kam Potsdam mit einem endlosen Innenstadtstau - der ganze Spaß hat mich eine erstaunliche Stunde Fahrtzeit und Nerven gekostet).
 
Der Anfang der Popwelt
Da hab ich mal vorsichtig auf den Busch geklopft, ob eigentlich noch jemand diese Seiten besichtigt. Und das Echo war kein leises Blätterrascheln, sondern ähnelte dem Start eines Großraumjets in 40 Metern Entfernung, wo man sich einfach nur noch auf den Boden wirft und sich die Ohren zuhalten möchte. Jaja ... ich hab's gehört: Diese Seiten werden immer noch regelmäßig von vielen, vielen Leuten genutzt. Und das Thema "Abschaltung" ist damit vom Tisch!
Aber mal ehrlich: Wie hätte ich das ahnen sollen? Da flatterten zwar viele Mails rein - mit dem Tenor: "Wir haben uns nur wegen deines Umzugs nicht gemeldet! Wir wollten ja nicht nerven!" Das ist nett und zuvorkommend. Nur ... äh ... sorry! Es kamen ja auch vorher nicht gerade üppige Rückmeldungen, und da war's denn wirklich mal allerhöchste Zeit, die Sinnfrage zu stellen. Insofern: Prima! Danke! Ich freu' mich! Und ich weiß jetzt, dass es zur Kenntnis genommen und geschätzt wird, wenn ich hier "meine" Bücher vorstelle, von reisen oder vom alltäglichen Alltag berichte. Mehr wollte ich ja gar nicht ...
 
Alles neu?
.... mehr wollten ein paar Nimmersatte im Kreise der geneigten Hörerschaft. RSS-Feed, Blog, neue Optik, mehr Informationen, Datenbanken. Am besten eine ganz neue Popwelt-Seite. Da bin ich - ehrlich gesagt - sehr zurückhaltend. Erstens scheint die satte Mehrheit vollauf zufrieden zu sein, wenn hier in schöner Regelmäßigkeit die wichtigsten Informationen geliefert werden. Und zweitens halte ich den Inhalt für erheblich wichtiger als die Form. Der Inhalt: Das ist das, was momentan Zeit kostet. Selbst ein kleiner, kurzer Text will geschrieben werden, sollte sich gut lesen, möglichst wenig Tipp- und Syntax-Fehler enthalten und vielleicht noch seine Pointen und Lächel- oder Kopfschüttel-Momente enthalten. Auch wenn's so aussehen mag (und so aussehen soll): Ich schüttel' meine Texte nicht "so eben im Vorbeigehen" aus dem Ärmel. Und wenn ich denn - nach im Schnitt 18 Stunden Arbeit - eine Wunderwelt-Radio-Sendung "im Kasten" habe, fehlt mir bisweilen die Lust und die Zeit noch sinnige, schöne Monologe für die Popwelt-Internet-Seiten zu schreiben.
Und ganz konkret: Dem Wunsch, Texte aus der Sendung an dieser Stelle auszuhängen, werde ich ganz bestimmt nicht nachkommen: Es gibt nämlich einen ganz großen Unterschied zwischen "Vorlese-" und "Nachlese"-Texte. Was ich - am Sonntagabend - bei Bremen eins zum besten gebe, folgt (im Idealfall) ganz bestimmten Regeln, die etwas mit "Sprechen" und "Erzählen" zu tun haben. Eins-zu-Eins zu Papier (oder auf die Homepage) gebracht, ist das eine "Schreibe" für die ich mich manchmal schämen müsste. Also kurzum: Das geht nicht.
Auf alle dargebotenen Angebote, mich bei der (Neu-)Gestaltung dieser Seiten zu unterstützen, werde ich  - und gerne auch im direkten Kontakt - eingehen. Alle, die dabei mithelfen wollen, bitte ich Vorschläge zu machen - Vorschläge, die mir nicht mehr Arbeit bescheren sollten; Vorschläge, die mir auch (wenigstens ein bisschen) gefallen sollten; Vorschläge, die mich auch davon überzeugen müssen, dass sich dadurch wirklich etwas verbessert. Denn wie gesagt: Die satte Mehrheit der Mailschreiber möchte einfach nur, dass die Popwelt-Seiten zuverlässig, übersichtlich und in einem überschaubaren Rahmen fortgeführt werden. Und das werden sie auch - so oder so. Versprochen!
 
Neues Lesefutter
Der Umzug hat dafür gesorgt, dass ich drei Monate lang an nur einem Buch herum gekaut habe: "Belgarath, der Zauberer" von David und Leigh Edddings liefert den großen, breiten Um- und Überbau der zehnbändigen Belgariad-Sage: Die ganze mehrtausendjährige Geschichte dieses Nebenuniversums aus der Sicht des großen, langlebigen Magiers - und weil der weißbärtige, trinkfeste Herr es auf ein beachtliches Alter gebracht hat, darf er für seine Geschichte denn auch knapp tausend Seiten voll schreiben. Wer die Belgariad-Romane nicht kennt, kann mit diesem Buch vermutlich herzlich wenig anfangen. Wer das Fantasy-Epos dagegen mit Begeisterung verschlugen hat, wird in diesem Band ein ordentliches Lesefutter finden. Allerdings: Es ist ein typischer Nachklapp: An die Dichte, den Humor und den Fluss der "Hauptbücher" reicht dieses Kompendium nicht heran.
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Gerade nach einer aufreibenden Lese-Session beiseite gelegt habe ich das neueste Bucht des Erfolgsteams Douglas Preston und Lincoln Child: "Cemetary Dance" ist wieder ein Thriller aus der Reihe um den undurchsichtigen Geheimagenten Aloyisius Pendergast - und natürlich geht es wieder um düstere Ereignisse in der Welt des Unheimlichen und Okkulten. Mitten im vollkommen diesseitigen New York scheinen "Untote", Zombies unterwegs zu sein. Eine geheimnisvolle Sekte betreibt beunruhigende Rituale in einer alten Kirche am vergessenen Nordende von Manhattan. Ein Voodoo-Experte aus New Orleans muss eingeflogen werden. Und viele gute alte Bekannte aus den bisherigen Preston-Child-Büchern tauchen auf. Mal ist es Thriller, mal ist es Krimi, mal ist es blanker Grusel-Trash. Aber bei aller Spannung und einem wirklich vertrackten Fall: Ich habe - während des Lesens - dreimal nachgeschaut, ob ich nicht zufällig einen viel älteren Band in den Händen halte. "Cemetary Dance" benutzt einfach zu viele Szenen, Bilder und Stilelemente, die ich aus anderen Büchern des Erfolgsduos kannte. Die beiden gehören immer noch zu meinen Lieblingsautoren - aber wer in ihren Spannend-gruseligen Roman-Kosmos einsteigen will, sollte mit einem anderen Buch anfangen - "Attic", "Riptide" oder "Ice Limit" zum Beispiel.
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Vorgemerkt
Gerade habe ich gesehen, dass ein neuer Dan Brown erschienen ist: "The Lost Symbol" ist die Fortsetzung des bekannten "Da Vinci Codes". Steht momentan ganz oben auf meiner Liste. Und wer nach einer weiteren richtig grandiosen, schwarzen, bösen englischen Comedy-Reihe zum Gucken und hysterischen Lachen sucht: "Benidorm" hat viel von "Faulty Towers", "Little Britain" und anderen britischen Klassikern. Jeden Donnerstag, 22:15 Uhr bei "Timm" - in einigen Kabelnetzen und auf Astra. Mehr Infos dazu: Demnächst!
 

13. September

Neues Paul-E.-Pop-Abenteuer
"In anderen Köpfen" heißt der 85. Radiobericht unseres Helden, und er beginnt da, wo die Zusammenfassung letzte Geschichte aufhörte. In Lorenzo Boutela hat unser Held einen neuen, gefährlichen Feind gefunden, der auf Rache sinnt und äußerst verärgert sein wird, wenn er erfährt, dass ausgerechnet das "Wunderkind" seiner Privathochschule Zuflucht bei Paul und Rita gesucht hat. Die Inderin Lee ist eines der Talente, deren psychische Fähigkeiten in der Akademie am Kaspischen Meer geschärft und weiterentwickelt wurde. Und mit Sicherheit hat der Milliardär noch einige weitere böse Überraschungen für unsere Abenteurer parat.
 
Das Ende der Popwelt-Seiten?
Die umzugsbedingte Zwangspause auf diesen Seiten hat mir eine verblüffende Erkenntnis beschert: Ganze zwei  Anfragen flatterten rein, als die Musiklisten einige Wochen lang nicht veröffentlicht werden konnten. Von der Vermutung ausgehend, dass diese Listen der Hauptgrund für die geneigten Hörerinnen und Hörer sind, die Popwelt regelmäßig zu besuchen, muss ich mich natürlich fragen, ob das Angebot überhaupt noch auf Interesse stößt. Die Resonanz auf andere Aushänge und Randnotizen ist in den letzten Jahren doch erheblich zurückgegangen, und ich habe allmählich das Gefühl, dass ich mir eine regelmäßige Pflege dieser Seiten durchaus sparen kann. Ich will da bloß keine Schelte der geneigten Leserschaft dieser Seiten betreiben. Nein! Es geht mir nur um die Frage, ob ich mir einiges an Arbeit, an Zeit und ein Geld ersparen kann.
Oder ganz einfach auf den Punkt gebracht: Sobald ich merke, dass mein Geschriebe auf diesen Seiten auf Interesse stößt; will ich mich gern wieder ins Zeug legen und regelmäßige Randbemerkungen aushängen. Aber das Gefühl so völlig ins Leere zu tippen, ist ein wenig lähmend. In diesem Sinne: Rückmeldungen sind unbedingt erwünscht - wie gewohnt an mail-ät-popwelt.de.
 
23. August
Normalität?
Ich bin wieder am Internet - nach einem Monat Zwangspause, den ich der Blödie-Tell, der dümmesten Kommunikationsfirma der Welt zu verdanken habe. Ich bin mit ein paar Tausend LPs, CDs, Büchern, Studio, zwei Katzen und täglich neuen Notizzetteln umgezogen. Und ganz allmählich kehr ein Hauch von Normalität in mein Leben, und nun auch auf diese Seiten, die endlos lange sträflich vernachlässigt wurden. Noch ist hier nicht alles auf dem neuesten Stand - aber immerhin: Musiklisten und die Zusammenfassungen von Paul E. Pops Abenteuern sind schon mal aktualisiert. Aber ich muss um Nachsicht bitte: Es wird noch ein Weilchen dauern, bis hier alles wieder wieder so flutscht, wie es flutschen sollte.
 
7. Juni
Nicht viel los wegen ...
Tut mir leid, dass es hier vorläufig keine größeren Aushänge gibt, aber ich bin - seit gut einen Monat - im Umzugskarussel, und das wird bis Ende Juli auch noch so weitergehen. Die Sendungen werden natürlich in (hoffentlich) gewohnter Qualität und Zuverlässigkeit weiterlaufen. Aber mir fehlt schlicht die Zeit, hier größere Texte ins Wunderwelt-Logbuch zu schreiben. Jede freie Minute geht in Türen streichen, Platten verpacken und Umzugslogistik. Und ganz am Rande: Wer noch gute Tischler kennt oder eine nette, bezahlbare Umzugsfirma an der Hand hat: Bitte melden!
 
10. Mai
Nachtrag: Urlaubslektüre
Das meine sieben Tage an der Algarve so traumhaft und entspannend waren, hat sicherlich auch viel mit den Büchern zu tun, die ich dabei hatte: Jeder Schuss ein Volltreffer. Aber wie immer: Bei Andrea Camilleri kann man gar nichts falsch machen. "Die schwarze Seele des Sommers" ist ein weiterer Roman um den kauzigen sizilianischen Kommissar Montalbano. Und jedes dieser Bücher nimmt einen wirklich an die Hand und entführt einen ans Mittelmeer - und liefert nebenbei noch einen vertrackten, seltsamen und erstaunlichen Kriminalfall. So einfach ist das eigentlich. Nur: Camilleri kann einfach wirklich richtig gut schreiben. Es ist einfach grandios, was er da an Schattierungen, Atmosphären, Situationskomik, Weltbetrachtung und Alltag schafft. Also wieder alle Sterne:
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Ein Stück weiter östlich ist Petros Markaris zu Hause. Sein Kommissar heißt Kostas Charitos. Er ermittelt in Athen und ist (wenn das überhaupt möglich ist) noch granteliger und kauziger als Commissario Montalbano. Ein echtes Ekelpaket, aber irgendwie hat er doch ein Herz, seine Grundsätze und einen tiefen und sehr moralischen Glauben an Gerechtigkeit. Und deshalb ermittelt er in "Hellas Channel", wo seine Kollegen eigentlich gar nicht ermitteln wollen: Was sind schon zwei tote Albaner im Athen der Neunziger Jahre? Aber diese Geschichte bringt den griechischen Kommissar auf eine ganz andere, sehr politische und sehr düstere Affäre: Kinderhandel, Organschmuggel, die Schatten der griechischen Militärdiktatur und der hysterischen kommunistenhatz, die man dort betrieben hatte. Spannend, bedrückend, verblüffend - und manchmal auch äußerst amüsant. Die Fälle von Kostas Charitos stehen bei mir ganz oben auf der "to read"-Liste, denn da gibt es noch einige.
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Anne Holts "Die Präsidentin" habe ich zum Geburtstag bekommen und mir diszipliniert für den Urlaub aufgespart. Die norwegische Autorin hat mich schon ein paar mal mit ihren dunklen, dichten und atmosphärischen Krimis begeistert. Aber mit diesem Buch ist sie zwei Schritte weiter gegangen. Es ist ein Politthriller  - spannend, verworrend und voll mit unerwarteten Wendungen. es geht um die erste amerikanische Präsidentin, die das Land ihrer Vorfahren - eben Norwegen - besucht und schon in der ersten Nacht verschwindet. Natürlich löst das eine fast weltweite Krise aus - zumal sich die Entführer einfach nicht melden und auch keine Forderungen stellen. Ganz großes Kino, sehr glaubhaft und trocken geschrieben.
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3. Mai

Ab ins 84. Radioabenteuer mit Paul E. Pop
Mit seiner Rückkehr zu Rita und ins Old Pirate's Inn endete Pauls lange Odyssee auf dem "Planeten der Anderen". Sein alter Freund Jacques Flostre hatte "das Unmögliche möglich gemacht" und die seit 2006 heftig durcheinander gewirbelten Wirklichkeiten so miteinander verschmolzen, dass fast eine heile Welt entstanden ist. Aber das wirft etliche neue Fragen auf - auch nach der Identität des alten Professors und seinen erstaunlichen Fähigkeiten. Zu allem Überfluss sind aber auch noch andere neugierig geworden. In seinem neuen, 84sten Reisebericht "Der bestsellerautor" muss sich unser Held mit einigen reichlich unerfreulichen Zeitgenossen herumschlagen.
 
Eine Woche Portugal
Das war doch mal ein echter kleiner Traumurlaub: Eine Woche Algarve: Früh morgens ab Bremen und Mittags schon in einem traumhaften kleinen Hotel in der Nähe von Luz. Da stimmte einfach mal alles - vor allem, was die Faulheit betraf. Portugals Süden hatte - Ende April - echtes Nebensaison-Flair: Alles war irgendwie aufgeräumt, ruhig und vor allen Dingen angenehm leer: Ob auf der Autobahn, in der Altstadt, am Strand oder im Café: Man hatte überall massenseise Platz, musste nirgendwo warten oder sich gar mit den Ellenbogen seinen Weg bahnen.
Allerdings: Ich konnte ahnen, dass es im Juli und August dort ganz anders zur Sache geht: An den Stränden waren mehr Liegen und Sonnenschirme gestapelt, als dort eigentlich Platz finden könnten. Die Restaurants waren gut geeignet, ganze Legionen aufzunehmen, und an den Ausflugszielen gab es Parkplätze, die wirklich böse Befürchtungen wecken.
Schon am Flughafen von Faro war klar, wer an der Algarve das Sagen hat: 60 Prozent aller Ankünfte kamen aus London, Midlands, Belfast, Glasgow und Dublin. Portugals Süden ist fest in britischer und irischer Hand. Deutschland hat sich eher dadurch verewigt, dass man in jedem größen Ort über Aldi- oder Lidl-Märkte stolpert.
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Und natürlich: Die Algarve ist ein dickes Urlaubsmekka geworden. Um jeden Ort ziehen sich gewaltige Apartmentsiedlungen, Hotels und Golfplätze. Aber nur selten mal sind wirklich große Klötze dabei und man hat's geschafft, die Innenstädte doch recht charmant, aufgeräumt und landestypisch zu erhalten. Wer's allerdings "richtig portugiesisch" will, muss weit ins Hinterland fahren, denn die Küste lebt von und mit den Urlaubern.
"Wir haben ja sonst nicht viel", erzählte mir eine junge Portugiesin. Das kleine Land produziert nicht sonderlich viel, mit dem man angeben und Märkte erobern kann. Den portugieischen Wein kann sie damit allerdings nicht gemeint haben. Der ist nämlich billig und wirklich ganz hervorragend. Egal ob rot, weiß oder in der pritzelnden "ganz jungen" Variante: Allein deswegen lohnt sich die Reise schon.
Wer zum Baden an die Algarve reist, sollte unbedängt später im Jahr fliegen: Die Strände sind zwar goldgelb, traumhaft und oft von grandiosen Felsformationen eingerahmt. Aber Ende April ist das Wasser wirklich lausig kalt. Die beste Zeit für einen Badeurlaub ist wohl die Herbstsaison, wenn's auch wieder leerer wird, aber der Atlantik ein paar Grad draufgelegt hat.
Im Frühling dagegen kriegt man was fürs Auge: Eine wirklich üppig-grüne, kunterbunt blühende Landschaft, die wirklich "wie gemalt" aussieht. Jede profane Wiese ist ein richtiges Blumenmeer. Und auch Nase kriegt was ab: Da gibt's oft eine Explosion der Düfte und Aromen.
Fruehling
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                          am Abend
Was das Essen betrifft: Naja, umgehauen hat mich die portugiesische Küche nicht: Viel Fisch und Meeresfrüchte, aber auch viel Pommes und Einheitspizza. Wer sucht kann da aber sicherlicher auch ganz gediegene Restaurants entdecken. Ich habe am Ende dann bei den Indern nicht widerstehen können, die mit den britischen Urlaubern an die Algarve gekommen sind: Das war einfach hinreißend, wenn auch nicht wirklich landestypisch. Aber so ist das eben in einer globalisierten Welt. Und an der Algarve kommt garantiert jeder auf seine Kosten.
Eins steht schon mal fest: Das war nicht das letzte mal!
19. April
Achtung: Spaßverderber!
Damit sich keiner versehentlich um's Hörvergnügen bringt: Die Zusammenfassungen von Paul E. Pops aktuellem Reisebericht greifen den Ereignissen ein wenig vor. Wer unglaublich neugierig ist, wie's denn nun weitergeht - auf dem Planet der Anderen - sollte unbedingt alles lesen, was es auf dieser Seite zu lesen gibt. Alle anderen sollten wohldosiert ans Werk gehen, um sich das Ende einer langen Geschichte nicht durch allzu große Neugier zu verderben.
 
12. April
Frohe Ostern!
An Tagen wie diesen sehe ich immer wieder die Sprechblase aus einem Donald-Duck-Klassiker vor mir. In bester Frühlingslaune schlendert der berühmte Erpel da durch Entenhausen und ruft einem übellaunigen Mitbürger zu: "Na, Professorchen! Ist das nicht ein Wetter zum Eierlegen?" Das ist Ostern 2009. Ein Wetterchen zum Eierlegen. Und ich hab' das gerade hinter mir. Schon in unwirklicher Frühe habe ich die verantwortungsvolle Aufgabe, für die Nachbarskinder ein paar Osterhasen-Hinterlassenschaften im Garten zu verstecken. Nun bin ich gespannt, ob sie nachher alles finden.
 
Mann, Arkadi!
Nach meinen Roman-Erlebnissen in der Moskauer Metro musste ich mich einfach mal wieder über einen Arkadi-Renko-Krimi hermachen. Seit den frühen 80ern ist der muffelnde, bis zur Selbstzerstörung ehrliche, moralische Kommissar unterwegs, um düstere Mordfälle zu lösen. Fast jeder der bislang sechs Romane spielt vor dem Hintergrund großerpoltischer oder historischer Ereignisse statt und liefert seltene, intensive Einblicke in die Veränderungen und den Alltag Russlands.
"Das Labyrinth" spielt vor der Kulisse des Augustputsches von 1991, als die alte Sowjetunion endgültig auseinander brach. Doch schon vorher haben Mafiagruppen Moskau unter sich aufgeteilt. Es wird geschachert, gescherbelt, bedroht und bestochen - und es wird auch gemordet. Und wie so oft: Eigentlich interessiert sich niemand für den Tod eines windigen Schwarzmarkt-"Bankiers". Nur der melancholische Einzelgänger Renko beisst sich in diesem Fall fest, will herausfinden, was hinter dieser Geschichte steckt. Bei den Ermittlungen in Moskau, München und Berlin wird Arkadi allerdings selbst zum Gejagten.
Auch beim zweiten Lesen hat mich Martin Cruz Smith's Krimi absolut gepackt. Alles steckt voller Leben, voller Wirklichkeit und voller (jüngerer) Geschichte. Wer Arkadi Renko und seine Fälle allerdings noch nicht kennt, sollte besser mit dem ersten (und bekanntesten) Band der Reihe - mit "Gorky Park" - anfangen und sich dann Schritt für Schritt durch die Bücher arbeiten. Sie zählen alle zu den besten Krimis, die ich kenne.
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Im Cocktail-Shaker
Ich geb's zu: Ich hab's noch nicht gelesen, aber Iko Andraes vielgepriesene bislang nur musikalische Segelreise von Bremen nach Tobago (und zurück) gibt's jetzt auch als Buch. "Die Reise in einem Cocktailshaker" ist gerade beim Mohland-Verlag erschienen. Einen Film zu dieser langen Reise auf dem Atlantik gibt's auch schon. Ausschnitte - wie etwa die Landung in Paul E. Pops Heimatort Charlotteville - gibt's im wohlbekannten Schnipsel-Film-Portal im Internet. Live mit Maret und Iko ist das aber viel, viel schöner: Zum Beispiel am 24. April im Bootshaus des Segelclubs Weserstrand in Elsfleth (19:30 Uhr) auf. Mit Kusshand empfohlen.
 
30. März

Nachsatz: Kassetten
Ho! Ich hätte nicht mit so einer unglaublich heftigen Resonanz geliefert. Aber da sieht man mal, was passieren kann, wenn man nicht ganz präzise formuliert. Was ich da - in den den Tiefen meiner Regale - entdeckt habe sind nicht die Wunderwelt-Jahrgänge 1989 und 1993. Nein! Es sind (bislang 12) vollkommen verschiedene einzelne, schlecht beschriftete Kassetten aus den Jahren 1988,89,90 und 93. Vielleicht finden sich sogar noch mehr. Aber weil das Interesse massiv ist: Ich will sie gerne abgeben und warte jetzt noch mal'n paar Tage auf (weitere) Interessensbekundungen. Notfalls muss ausgelost werden, wer den Zuschlag kriegt.

29. März
Endzeit in der Moskauer Metro
Puh, jetzt brauche ich erstmal Lektüre zum Verschnaufen: Knapp zwei Wochen hat mich Dmitry Glukhovskys Endzeit-Fantasy-Thriller "Metro 2033" wirklich in Atem Gehalten. Nach einem verheerenden Krieg haben ein paar tausend Menschen in den Tunneln und auf den Bahnhöfen von Moskaus U-Bahn überlebt. Aber auch dieses Leben ist vielleicht nur eine düstere Fristverlängerung, denn die Menschen leben "auf  Pump" - nur dank der Benzin- und Holz- und Waffenlieferungen, die ein paar todesmutige "Stalker" regelmäßig von der bedrohlichen Oberfläche in die verrottenden Schächte holen. Oben haben sich andere Lebensformen entwickelt; unten herrscht ein nervöser, eifersüchtiger Kleinkrieg zwischen Kommunisten und religiösen Fanatikern; zwischen Faschisten und Akademikern; zwischen Handelsorganisationen und Militärs. Die ganze Gesellschaft hat den Mikrokosmos des Metrosystems unter sich aufgeteilt, und zwischen all diesen Gruppen und ihren düsteren Stationen muss sich der junge Artjom hindurchschlagen, denn er hat einen wichtigen Auftrag, der keinen Aufschub duldet.
Über 780 Seiten windet sich diese packende und beklemmende Geschichte; von Station zu Station geht diese Reise, und Glukhovsky hat ein dichtes, sehr atmosphärisches Szenario geschaffen. Bisweilen verliert er sich zwar in den Tunneln ein wenig zu sehr bei einer seufzenden, philosophischen Suche nach dem Großen Sinn. Aber zum Glück bleibt die unheimliche Odyssee seines jungen Helden im Vordergrund. Für ein Erstlingswerk ist "Metro 2033" ein wiklich beeindruckendes Buch. Aber sicherlich keines, bei dem man sich wohlfühlen und entspannen kann.
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Astrologenmord im alten Rom
Als netten, aber durchaus auch spannenden Ausgleich, kann ich den neuesten Roman in John Maddox Roberts' SPQR-Serie empfehlen - zumindest mit kleinen Einschränkungen. In seinem 13. Fall muss sich Decius Caecilius Metellus mit ddem rätselhaften Mord an einem Astrologen herumschlagen, den Caesar persönlich nach Rom geholt hat, um seine geplante Kalenderreform auf den Weg zu bringen. "Die Feinde des Imperators" hat - verglichen mit den anderen Krimis dieser Serie - eine fast nachlässige Leichtigkeit. Die antike Historie, die bislang das Fundament dieser ungewöhnlichen Roman lieferte, wird an den Rand der Handlung verlagert; stattdessen brillieren Decius und sein Adlatus Hermes immer mehr als lateinisches Holmes-und-Watson-Team. Der Fall und seine Lösung  sind bestes kriminalistisches Hakenschlagen. Aber mal ehrlich: Aus dem Hintergrund - der julianischen Kalenderreform - hätte man doch wirklich mehr machen können. Roberts vergibt die Chance, dieser Geschichte eine weitere - und durchaus faszinierende - Ebene zu geben. Netter Roman - aber sowas gibt Punktabzug. (Und wer noch keinen dieser charmanten Krimis aus dem alten Rom gelesen hat, sollte sowieso mit dem ersten Band anfangen).
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Frühjahrsputz
Jawoll, ich bin tatsächlich beim ganz großen Entrümpeln angekommen. Die ganzen umfangreichen Tonbänder, die jahrzehntelang in meinen regalen einstaubten, sind schon entsorgt. Erstens hab' ich gar nicht das Gerät, um diese alten 38er Viertelzoll-Bänder abzuspielen. Und zweitens hab' ich auch gar keine Lust meinem eigenen Gestotter von Vorgestern zu lauschen. Schluss! Aus! Und vorbei. Als nächstes durften zehn Kilo Papier dran glauben: Alles von Uralt-Rechnungen bis hin zu Spiritus-matritzten Seminarunterlagen. Bei der Gelegenheit bin ich über einige Kassetten aus dem Archaikum der Wunderwelt gestolpert: Sendungen von 1989 und 1993. Wer Interesse hat, kann sich gerne melden.
Und dann muss auch noch mein prähistorischer Kleinwagen dran glauben: Fast 25 Jahre sind wir zusammen. Mit diesem zuverlässigen kleinen Kerl bin ich in Bremen angekommen, bin jahrelang gependelt, habe ihn in düsteren Parkhäusern und zwischen alten Mietskasernen geparkt. Aber nun geht's eben nicht mehr. Die Innsenstädte sind längst für den behäbigen 84er gesperrt; und so viel Geld wie mit der aktuellen Abwrackprämie werd' ich nie wieder für ihn bekommen. Aber es tut doch ein bisschen weh, den kleinen Spritsparer auf den letzten Weg zu bringen. Ein paar Wochen bleiben uns noch, und dann ... ach, da denk ich noch gar nicht dran!
 
1. März
Endlich: Die Shadoks
Erinnert sich noch jemand an die Shadoks? Anfang der Siebziger war diese schrägste aller Science-Fiction-Serien mal im dritten Fernsehprogramm zu sehen. Und seitdem waren da nur Erinnerungen an hinreißend-blöde Vogelwesen und an die freundlichen Gibis, die lustige Hüte tragen, unglaublich schlau sind und dauernd eine Party feiern wollen. Beide Völker haben derbe Probleme mit ihren Planeten: Die Shadok-Heimatwelt verändert ständig ihre Form; die Heimat der Gibis dagegen ist flach wie ein Brett, was dazu führt das diese Scheibe schnell mal aus dem Gleichgewicht gerät und ein paar der lustigen Melonenträger runter fallen. Beide beschließen, in eine bessere Welt zu ziehen - und das ist die Erde.
Zwei der französischen Trickfilmstaffeln sind jetzt endlich als DVD erschienen - in der deutschen Fassung mit der herrlich süffisanten Synchronstimme von Manfred Steffen (zumindest in der ersten Staffel). Und ehrlich: Das ganze ist immer noch brüllend komisch und glänzt mit kosmischen Ideen, die durchaus auch Douglas Adams und Terry Pratchett inspiriert haben mögen. Die Zeichentrick-Technik von Jacques Rouxel und seinem Team mag archaisch erscheinen. Aber gerade das und die ganze aberwitzige Saga macht's so ungemein charmant, lustig und unterhaltsam. Toll! Toll! Toll!
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Ein
                          Shadok
Südsee-Träume
Terry Pratchett - Nation
Irgendwo in den weiten des Pazifik liegt 'Nation' - eine winzige Insel und doch für den jungen Mau die ganze Welt. Aber Terry Pratchetts neuester Roman beginnt mit einer Katastrophe. Ein Tsunami zerstört gegen 1870 die Insel; Mau ist der einzige Überlebende, muss aber schnell feststellen, dass die Flutwelle noch jemand auf seine Insel gespült hat: Ein Mädchen aus England, das zwar keine Ahnung vom Überleben hat, dafür jedoch andere, seltsame Kenntnisse einer fremden Zivilisation. Sie fangen - buchstäblich - von vorne an; müssen vieles von ihrer Kultur, ihrer Religion und ihrer Weltsicht über Bord werfen.
Zum ersten mal (seit ein paar unausgegorenen Frühwerken) spielt Pratchetts Geschichte nicht mehr auf der Scheibenwelt, aber das spielt eigentlich gar keine Rolle: "Nation" ist eine logische Weiterführung der großen humanistischen Themen des britischen Autors. Es geht - neben aller Spannung, allem Witz und Abenteuer - um ganz tiefgründige Fragen - um den Dualismus von Religion und Wissenschaft; um Mitgefühl und Verantwortung; um die Einsicht, was "richtig" und was "falsch" ist, und um (Schluck!) das, was uns tatsächlich zu Menschen macht.
'Nation' hat mich - so wie auch Pratchetts drei Tiffany-Aching-Romane - tief berührt, hat Fragen aufgeworfen und Futter für Diskussionen und Gedanken geliefert. Und weil's (wieder mal) viel zu schnell zu Ende war, hab ich mir anschließend gleich noch mal den "Wintersmith" vorgenommen, der ähnliche rare Qualitäten hat. (Die deutsche Fassung "Eine Insel" erscheint im April).
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22. Februar
Klein-Britannien
Schon seit Wochen gleiten meine Antworten in ein schrilles "äääh-Ääh" ab, beginne ich Sätze mit "Yes, but! No! But! Yes! But No!" oder sage nur  "I Want THAT One!" oder einfach "Computer Says No!" Schuld daran ist "Little Britain" - eine englische Fernsehserie, die von vielen (zu Recht) für die erste würdige Fortsetzung von 'Monty Python's Flying Circus' verehrt wird. Und ehrlich: Was Matt Lucas und David Williams da zusammengeschrieben haben, das ist schon die ganz hohe Schule des absurden, schrillen und bitterbösen englischen Humors. Es ist bisweilen schon schmerzhaft derb - etwa wenn Maggie Blackamore unentwegt im vollen Schwall alle gerade in der Nähe stehenden Personen vollkotzt, weil sie gerade einen Keks probiert hat, den ein Obdachloser, ein Schwuler oder ein Ausländerkind gebacken hat. Und man mag kleinmütig herumnörgeln, dass Lucas & Williams dazu neigen, den gleichen Gag in zwanzig verschiedenen Variationen abzuliefern.
Aber genau das kann man auch absolut hinreißend finden, denn ihre Sketche steigern sich wirklich zu einer zunehmend anarchistischen Raserei und sie sind wild entschlossen, dabei selbst die letzten Tabus zu brechen. Übergewichtige, Transvestiten, Behinderte, Inkontinente ältere Damen, Politiker, Schauspieler, Schwule - alle werden mit einer erstaunlichen Boshaftigkeit durch die Little-Britain-Mühlen gezogen. Und das verschrobene Duo tobt sich mit sichtlichem Vergnügen in immer schrilleren Kostümierungen aus - in den Frauenrollen mindestens ebenso überzeugend wie als Traumpaar Lou & Andy.
"Little Britain" läuft jeden Sonntag abend bei 'Comedy Central'. Die deutsche Synchronisierung der beiden Olivers (Kalkhofe und Welke) ist nicht schlecht. Aber wie üblich bei echt britischem Humor: Das Original ist nicht zu schlagen (alle drei Staffeln plus diverse Extras gibt's in einer dicken acht-DVD-Box).
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Was für ein Album!
Ich werd's in Kürze soweiso in der Wunderwelt auflegen. Deswegen hier gar nicht all zu viele Worte: Aber schon lange hat mich eine Rock-Platte nicht mehr so begeistert wie das Debutalbum von Delta Spirit: Dreckiger, qualmender, kantiger Rock; Sound wie aus einem Kellerclub und endlos viel Schweiß und Herzblut in jedem Song. "Ode To Sunshine" ist eine echte Traumplatte.
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Mittelalter-Krimi?
Ich will nicht meckern! Ich hab Edgar Noskes "Das Erbe des Papstes" für 2-95 als Mängelexemplar in meinem Supermarkt geschossen. Und das Setting - Europa Mitte des 9. Jahrhunderts: Für mich war's eine fremde Welt, die mir dieser gut recherchierte Roman durchaus näher gebracht hat. Nur: Das Buch ist absolut nicht das, was der Untertitel verspricht: Es ist kein "Krimi", sondern allenfalls eine historische Erzählung. Es hätte sogar eine spannende Erzählung werden können: Die Rivalitäten der fränkischen Könige; die wankende Macht der römischen Päpste; die Machtansprüche des in Spanien herrschenden Emirats von Cordoba. Das ist eine brisante Konstellation, aus der man wirklich einen großen Roman hätte schmieden können. Aber leider fehlt dem Herrn Noske die Gabe seiner Geschichte wirklich Tiefe, Spannung und Atmosphäre zu schenken. Schade eigentlich. Aber vergeudete Zeit war's auch nicht - mit diesem Buch.
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15. Februar
Uuugh! Uuugh! Uugulele!
Nett, mal wieder so eine herzliche Resonanz auf eine Wunderwelt-Entdeckung zu registrieren. Und jawoll: Ich bin immer weiter auf den Spuren des Globalen Ukulelen-Undergrounds. Auf sämtlichen Erdteilen sitzen Leute mit Notebooks und diesen winzigen Kleinohr-Gitarren und basteln ganz wunderbare Filmchen und noch bessere Songs, die sie  ins Internet stellen. Und das machen sie - vor allen Dingen, weil sie Spaß dran haben. Und nicht, weil sie unbedingt einen Plattenvertrag haben und unglaublich reich und berühmt werden wollen. Nein - da ist was entstanden, das sich komplett von den Märkten abgekoppelt hat: 'ne Szene, die im Keller, im Badezimmer oder unterm Dach Musik macht und - dank Internet - ihr Publikum findet.
Mein augenblicklicher Favorit ist Gugug: In erster Linie Gus aus England. Oft ist sein Kumpel Fin mit von der Partie; manchmal sind auch andere Freunde, Bekannte und Kollegen mit dabei. Sie ziehen wirklich alles durch ihre Ukulelisierung: Ska, Rock, Pogo, Soul, New Wave; mal ganz spartanisch und geradeaus; manchmal sind es aber auch richtig brillant und aufwändig gemachte Heim-Produktionen. Und ehrlich: Dem Charme dieser kleinen Perlen kann man sich nur schwer entziehen. (Eine Ukulelen-Wunderground-Playlist bei YouTube ist schon in Vorbereitung!)
 
Endlich wieder Sizilien
Gerade als ich den Entschluss gefasst hatte, mal wirklich für ein paar Tage nach Trapani zu fliegen, hat Ryan-Air seinen Direktflug nach Sizilien eingestellt. Mist auch. Nun muss ich einen anderen Weg finden, auf die Insel vor der Stiefelspitze zu kommen. Schuld an meiner sizilianischen Faszination ist einzig und allein Herr Andrea Camilleri. Der mittlerweile 83jährige Schriftsteller aus Porto Empedocle ist ein absolut begnadeter Autor, dessen Bücher selbst im grauesten Winter für Wärme und Optimismus sorgen können. Ganz ohne Mafia- und Ätna-Klischees beschreibt er das Leben, die Küche und die sympathische Verschrobenheit seiner Insel und ihrer Bewohner. In nur anderthalb Woche habe ich mich wieder durch vier Fälle seines grantelnden Commissario Montalbano gelesen. Drei davon waren bereits zum zweiten oder dritten mal vor meiner Nase. Und immer noch sind sie herrlich. Ob er sizilianische Landschaften, aktuelle Politik oder seine Charaktere beschreibt: Immer steckt pralles Leben drin. Es ist bisweilen brüllend komisch, was da an Situationskomik und Dialogen zusammenkommt. Die Fälle sind vertrackt, seltsam und enden fast immer in einer kleinen Überraschung. Und dazwischen ertappe ich mich immer wieder bei einem stillen Seufzer: Ach, ja! So leben, wie der mürrisch-hungrige Salvo Montalbano, in einer kleinen, einfachen Villa am Strand von Marinella: Das könnt' ich mir auch vorstellen! Wer mit nach Sizilien will Am besten mit dem ersten Fall "Die Form des Wassers" anfangen - und dann mit wachsender Begeisterung - weiter reisen.
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1. Februar

Zwei Monate - eine Geschichte
Es ist vollbracht! Vor drei Tagen habe ich Dave Duncans zweiteilige und achtbändige "Pandemia Saga" beiseite gelegt: Ein gewunden dahingleitendes großes Fantasy-Epos mit Zauberern, Drachen, Trollen; mit langen Reisen und verzeifelten Situationen. War ich anfangs (sh. weiter unten) noch recht angetan von den liebevoll gezeichneten, sympathischen Charakteren und vom gelegentlich aufflackerndem Humor, so wurde das gewundene Endlos-Werk in seinem letzten Drittel immer mehr zu einer Quälerei. Ich wollte eigentlich nur noch wissen, ob der nette Zauberer-König und Ex-Stalljunge Rap den bösen Schurken besiegt und welches seiner Kinder er laut einer düsteren Prophezeiung verlieren wird.
Offenbar war der gebürtige Schotte und Jetzt-Kanadier Dave Duncan ebenso ratlos wie ich, wie er dieses lange Werk zu Ende bringen sollte. Der Schluss ist ein brachial zusammengezimmertes Konstrukt: kaum glaubwürdig und voller Löcher. Wenn man sich allein mit dem ersten abgeschlossenen Zyklus dieser Saga begnügt, mag man sich noch recht gut unterhalten fühlen. Der zweite Schlag entlarvt die Saga als eine schlecht durchdachte Schreibübung voller Klischees und Fragezeichen. Faune, Pixies, Elfen, Zwerge, Trolle, Djinns und Kobolde: Warum muss den gleich der ganze Zoo der Fabelwesen bemüht werden, um dieses Fantasy-Universum zu füllen? Warum müssen am Ende immer ganze Armeen in den Kampf zwischen gut und böse ziehen? Wieso musste ein heraufdämmerndes neues Jahrtausend herhalten, um eine neue Ära einzuleiten?
Und schließlich: Die Übersetzung! Frau Aneli von Könemann hat  lieblos und von keiner literarischen Fähigkeit getrübt Satz für Satz vom Englischen ins Deutsche übertragen. Gelegentlich hat sie wichtige Worte einfach vergessen und überlässt es dem Leser, sich einen Reim aus dem Geblubber zu machen. Da taucht plötzlich ein Schlauchboot in einer mittelalterlichen Fantasy-Welt auf - vermutlich weil ihr  Wörterbuch für den Begriff "Dinghi" nichts besseres ausspuckte. Alle paar Absätze bin ich über solche Ungereimtheiten gestolpert. Das war im besten Falle unfreiwillig komisch; im schlimmsten Fall blieb es unverständlich.
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Kaum hatte ich meine zwei Monate dauernden Reisen beendet, habe ich mich auf Andrea Camilleris neuesten Montalbano-Krimi "Die dunkle Wahrheit des Mondes" gestürzt. So schön, so witzig und brillant können Bücher sein. Und die Stories um den kauzigen sizilianischen Ermittler werden immer besser. Allerdings haben sie ein großes Manko: Sie sind viel zu kurz.
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Was für ein Tropfen!
Nach vielen mittelprächtigen oder gar enttäuschenden Tropfen, die mir unter die Nase und über die Kehle gekommen sind, habe ich nun doch wieder einen Rum entdeckt, der mich in helle Verzückung versetzt hat. Der 15jährige Zacapa aus Guatemala ist ein samtweicher Zuckerrohr-Traum und kann sich durchaus mit dem legendären El Dorado messen. Da brennt nichts: Da ist einfach nach ein dicker, satter und sehr fruchtiger Geschmack, der langsam über Zunge und Gaumen rollt. Für einen echten 15jährigen ist der Preis - etwa 50 Euro - sogar noch recht günstig. Aber natürlich: Das ist ein Schluck für die ganz besonderen kleinen Momente!
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Zapaca 15 Jahre

26. Januar 2009
Anarchy in The UKulele
Habe in den letzten Wochen und Monaten mein Faible für die Ukulele entdeckt: Ein rundum lustiges Instrument, mit dem man viel Unsinn veranstalten kann. Vorneweg natürlich das großartige Ukulele Orchestra Of Great Britain. Da lohnt sich's bei YouTube herumzusuchen - die Live-Aufnahmen sind teilweise viel schöner, als die Studio-Versionen, die man auf ihrer Homepage herunterladen kann. Angucken, sehen und ganz breit grinsen. Herrlich!
Ein ganz außergewöhnliches Talent ist die junge Julia Nunes, die sich ein bisschen auf Rock-Klassiker auf der Ukulele spezialiert hat. Man sollte beim alten Soul-Hit "Build Me A Buttercup" anfangen. Und dann vielleicht Julias Queen-Hommage. Und schließlich wird man sich durch ihre ganzen charmanten, selbstgebastelten Videos arbeiten.  ... hey! Wer da nicht wenigstens ein bisschen bewegt ist, muss ein ziemlich versteinertes Herz haben.
Und (vorläufig) letzter im Bunde: Gugug - noch so ein hinreißender Heimwerker, der nicht nur Ukulele, sondern auch Melodica spielt und Jamaikas alten Ska liebt. Einfach umwerfend! Perlen! Das ist der ungeschminkte Geist echter Musik.
Jaja: Das sind so die kleinen Exkursionen, in denen ich manchmal schwelge, wenn ich ein bisschen Zeit habe und bei denen mir ganz warm ums Herz werden kann.
 

4. Januar 2009

Auf ein frohes Neues
Unglaublich, dass der letzte Eintrag an dieser Stelle schon mehr als einen Monat zurückliegt. Und auch diese Zeilen sollen nur ein paar schnelle, aber herzliche Grüße und Wünsche zum neu aufgeblätterten Jahr sein - verbunden mit einem ganz großen Dankeschön an alle, die mich zum Weihnachtsfest und Jahreswechsel mit ganz netten Briefen und Mails versorgt haben. Mein Dank gilt natürlich auch all denjenigen, die auch im vergangenen Jahr der Wunderwelt treu geblieben sind und die mit ihrem Interesse, ihren Randbemerkungen und Ermunterungen dafür gesorgt haben, dass die Wunderwelt auch 2009 in gewohnter Form weiterlaufen wird. Inzwischen ist bereits das 83. Radioabenteuer des Paul E. Pop aufgeblättert. Auf dem "Planet der Anderen" muss sich unser Held in einer Welt behaupten, die in den 70ern einen etwas anderen Weg gegangen ist. Bei Gelegenheit werde ich noch ein wenig mehr dazu schreiben - ebenso wie zu neuen Buchentdeckungen, zu meinen Weihnachtsgeschenken, meiner lustigen Suche nach einem neuen Dach über dem Kopf, und zur genial-bösen englischen Comedy-Serie "Little Britain". Aber jetzt nicht! Jetzt muss ich in die Wanne - und danach ins Bett! Die Grippe ist hinter mir her. Hinter mir! Obwohl ich doch beschlossen hatte, dass mir diese albernen, überflüssigen Krankheiten nichts mehr anhaben können. Wenn ich den erwische, der mich da angesteckt hat. Mist auch!

30.November 2008
Karibische Weihnachtsgeschichte
So etwas passiert, wenn man's sogar im Urlaub schafft, die eingehenden Emails im Auge zu behalten.. Da saß ich mit meinem wundersamen kleinen Hosentaschencomputer unter der subtropischen Sonne und durfte lesen, dass etliche im Kreise der geneigten Hörerschaft endlich wieder mal eine karibische Weihnachtsgeschichte hören wollte. Und wenn der Moderator denn schon direkt an der Quelle war: Nichts einfacher als das! Von meiner persönlichen Paradiesinsel Statia bis nach St. Peter - in die Heimat von Kidada und Elysia ist es schließlich nur ein Katzensprung. Und so wird's in der Wunderwelt - an den Adventssonntagen - keinen neuen Reisebericht des Paul E. Pop geben, sondern "Kerzen am Korallenriff".
Beim Empfang
                        drahtloser Nachrichten in Übersee
St. Peter,
                        Heimatinsel von Kidada
Mitte der Neunziger begann bei DeutschlandRadio Kultur die Reihe karibischer Weihnachtsgeschichten, bei denen der Nachwuchskapitän Frederick York - alias Kidada - und seine Freundin Elysia vor einige Herausforderungen gestellt waren. Sie mussten einen verlorenen Vater finden, einen Weihnachtsbaum auf ihre verschlafene Insel bringen und die erste Schneeballschlacht am Strand der Ortschaft Primrose Bight auf die Beine stellen.  Dieses mal geht's um Zukunftspläne: Elysia, die ihr Jura-Studium erfolgreich hinter sich gebracht hat, war es tatsächlich gelungen einen hoch dotierten Posten auf ihrer Heimatinsel zu ergattern. Für Kidada hieß das: Endlich könnten die beiden wirklich an ein gemeinsames Leben denken. Aber die Vetternwirtschaft auf St. Peter machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Algernon "Olga" Hollingsworth, der nichtsnutzige Sohn eines angesehenen alten Familienclans schnappte ihr den Job vor der Nase weg.
30. November 2008
18 Tage im Bunten Wunderland
Früher habe ich oft ein Geheimnis aus meinen Reisezielen gemacht. Die schönsten Inseln der Karibik müssen nicht allzu lautstark als "Geheimtipp" bejubelt werden; viel zu schnell ist es oft vorbei mit der verschlafenen Idylle zwischen Palmen und Korallenriff. Mit St. Eustatius - kurz "Statia" - sieht das anders aus. Das verschlafene holländische Inselchen ist erstmal keine strahlende Schönheit. Die ganze Nordecke der Insel wird von einem riesigen Ölterminal okkupiert. Manchmal liegen da zehn große, grell beleuchtete Tanker auf Reede, um abgefertigt zu werden.
Aber dann ist da auch ein üppig grüner Vulkan-Krater, mit Regenwald und Kolibris - kaum jemand treibt sich da rum. Und dazwischen liegt der Ort: Oranjestad. Knapp dreitausend Einwohner: früher mal, vor über 200 Jahren - das Zentrum des Niederländischen Karibikhandels. Damals lebten mehr als 20.000 Menschen auf Statia, und heute noch stehen da die Überreste alte Lagerhäuser und Hafenanlagen. Man braucht da nur ein bisschen zu Buddeln - und schon ist man mittendrin in karibisch-europäischer Geschichte.
Statia aus der Luft
Und sonst? Drei oder vier kleine Hotels - keins davon hat mehr als 15 Zimmer; jede Menge von Chinesen betriebene Mini-Supermärkte; vier Flüge täglich, in 20sitzigen Maschinen, die schon mal bessere Tage gesehen haben. Zwei Strände - einer davon allerdings vom letzten Hurrican davon gespült. Am anderen darf man - wegen gefährlicher Strömungen - nicht ins Wasser. Und sonst? Wilde Ziegen, verlassene Plantagen; ein paar Schlaglöcher-zerfressene Straßen. Und einfach die totale Ruhe. Auf Statia passiert nichts ... Zumindest nichts Weltbewegendes. Wer pralles, buntes Leben braucht und richtig was erleben will, im Urlaub - sollte sich 'ne andere Insel suchen. Aber für mich ist dieses St. Eustatius doch irgendwie ein echtes kleines Paradies.
Unterstadt
Noch gehört die 30-Quadratkilometer-Insel zum Verbund der Niederländischen Antillen. Aber das wird sich schon  bald ändern: Es wurde nämlich vor einiger Zeit abgestimmt, wie's denn weiter gehen soll. Und in Statia hat man beschlossen, wirklich ein Stück Europa zu werden: Eine niederländische Sondergemeinde, die dann zu Friesland, Drente oder Gelderland gehören wird. In ein/zwei Jahren wird's auch dort den Euro geben, auch wenn's momentan dort nicht sehr europäisch aussieht. Auf Statia bewegt sich herzlich wenig; die Zeit ist da irgendwann in den Sechzigern stehengeblieben, auch wenn's jetzt eben ein paar W-Lan-Netze gibt, über die man eben auch in der Hängematte Radio Bremen hören kann. Aber so richtig zuverlässig funktioniert das auch nicht, und das scheint niemand wirklich zu stören. Sie ist eben wirklich sehr karibisch - diese Insel.
Und was kann man nun tun, auf dieser  völlig verschlafenen Insel? In erster Linie kann man faulenzen; an der windgeschützten Seite gibt es einige der besten Tauchplätze der Karibik: Wracks, Schildkröten und Stachelrochen satt, und manchmal auch ein neugieriger Riffhai. Man kann den alten Krater, mit seinem Regen- und Nebelwald erwandern; man kann sich ausgiebig mit alten und neuen Freunden unterhalten. Und man kann auch das tun, was ich zweieinhalb Wochen dort getan habe: So ziemlich gar nichts. Ein bisschen lesen, ein bisschen den Schiffen und Pelikanen und Fregattvögeln hinterherblicken, in der Hängematte schaukeln, ein Bier (oder einen hervorragenden Rum) trinken und in erster Linie Da-Sein.
The Beer of The
                        Caribbean
Wer's noch genauer wissen will: Informationen über die Insel gibt's beim Quicklink Statia Tourist Board. Die netteste Tauchbasis auf der Insel ist Quicklink  Dive Statia. Und mit dem Quicklink Statia Lodge hat vor ein paar Jahren endlich ein kleines, etwas abgelegenens Hotel aufgemacht, in dem  man 24 Stunden am Tag glücklich sein kann. Kein Fernsehen, kein Schnickschnack, kein Luxus; dafür in jedem der zehn Holzbungalows eine Kochgelegenheit, ein Kühlschrank und ein Ventilator über dem Ikea-Bett. Mehr brauche ich gar nicht.
Nach Statia kommt man von Deutschland aus täglich mit der Air France und der KLM (Flug über Amsterdam oder Paris nach St. Martin, von dort aus weiter mit der Quicklink  WinAir, der unzuverlässigsten Airline der Karibik).
 
30. November 2008
Urlaubslektüre
Das war ein Griff daneben. Nach den durchaus erfreulichen Begegnungen mit dem Fantasy-Fabulierer David Eddings hatte ich mir die 800-Seiten-Schwarte "The Redemption Of Althalus" (dt. "Althalus") eingepackt. Was für ein zähes Missvergnügen: Statt irgendetwas zu tun, das diese Geschichte voranbringen könnte, sind die Charaktere dieses mystisch-mittelalterlichen Romans vorwiegend damit beschäftigt, Pläne zu schmieden und sich gegenseitig zu erzählen, was sie als nächstes tun könnten. Bei diesem Buch zeigen David und seine Frau Leigh Eddings, dass es ihnen eben nicht immer daran geht eine möglichst gute, sondern eine möglichst lange Geschichte zu schreiben. Das Buch ist auf Statia geblieben. Soll sich jemand anders damit ärgern.
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Arto Paasilinna - so stand's im Klappentext - ist einer der besten und erfolgreichsten Autoren Finnlands. Armes Finnland! "Im Jenseits ist die Hölle los" strotzt zwar vor glänzenden, schrägen Ideen; die ganze Ausgangssituation ähnelt den Büchern des begnadeten Christopher Moore. Nur Paasilinna versteht's nicht aus seinen skurrilen Einfällen eine Geschichte zu schmieden. Das springt mal hierhin und mal dorthin: Sozialkritik, Science-Fiction, Philosophie, Leerlauf und immer wieder der Versuch, die sprunghafte Handlung zusammen zu halten. So geht's einfach nicht.
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Die "Stadtgeschichten" ("Tales of the City") von Armistad Maupin waren mir als eine der schrägsten, mitreißendsten  Romanreihen empfohlen worden. Sorry! Ich hab' keine 50 Seiten vom ersten Band geschafft. Das hat was von "Sex and The City", von einer amourös-überdrehten Episoden-Reihung um ein paar durchgeknallte Charaktere in Kalifornien. Ist so der Typ Roman, den ich überhaupt nicht brauche.
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Richtig spannend und unterhaltsam dagegen lässt sich die "Pandemia-Saga" von Dave Duncan an: Ich habe zwar gerade erst den ersten von vier Bänden hinter mir, aber die Geschichte lässt sich bestens lesen: Klassische Fantasy, sympathische Charaktere, ein paar ungewöhnliche Zutaten und eine gehörige Portion Humor (die sonst in den meisten Werken dieses Genres fehlt). Aber mal sehen, ob dieses Mammut-Werk seine Qualitäten bis zum letzten Band durchhalten kann.
lilstar.giflilstar.giflilstar.giflilstar.gif(Vorläufig)

19. Oktober 2008
Und noch ein Buch
Bislang fand ich die Romane um den Zauberlehrling Septimus Heap recht unterhaltsam, aber der vierte Band "Queste", hat den Kredit einigermaßen verspielt, den Angie Sage bei mir hatte. Immer mehr gerät ihre englisch-mittelalterliche Fantasy-Geschichte zu einer stolpernden Familiensaga, und wer die vorangegangenen Bücher nicht gelesen hat, wir sich kaum noch in dem wuchernden Dickicht aus Brüdern, Tanten und Zauberlehrlingen zurecht finden. Ein wenig ziellos und langatmig läuft die neue Geschichte an, um dann auf den letzten paar Seiten in einem hektischen, schwer glaubwürdigen Hudel-Finale zu enden. Sicherlich: Die Septimus-Heap-Romane gehen als Kinder- oder Jugendbücher durch, aber das kann man auch mit etwas mehr Tiefgang und sprachlicher Gewandtheit hinbekommen. Schlimmer noch: Der Einband ist aufwändig, wie gehabt. Dafür wurde anscheinenend an Übersetzung und Reaktion gespart: Da sind deutlich erkennbare Schludrigkeiten, so wie ein englischer "Mist" eben ein Nebel und kein teutonischer Mist ist. Und es gibt Tippfehler - ohne Ende. Mag sein, dass ein Rechtschreibungsprogramm über das Manuskript gejagt wurde. Aber so ein Programm kann eben nicht erkennen, dass da ein "uns" anstelle eines "und" stehen solllte, oder ein "wir" und kein "wie" dem Satz zum Sinn verhilft. Obwohl ich ein nachlässiger Leser bin, bin ich immer wieder über solche kleinen Schlampereien gestolpert. Enttäuschend!
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Was geschah in der Wunderwelt?
Zusammenfassung Die Zusammenfassungen von Paul E. Pops Reiseberichten
Die nächsten Sendungen mit Joachim Deicke:

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Cosmo, 06:05 - 10:00 Uhr: 17.9..1.10., 8.10.,
,
Piazza, 12:05 - 14:00 Uhr: 9.10., 5.11., 6.11.
 
Bremen eins, der Abend 20:05 - 24:00 Uhr: 27.9., 5.10., 11.10., 22.10., 27.10., 2.11.
 

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