Zurück zur Bar Flostre, Jacques (Prof.)
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Flostre im Bild
Prof. Jacques Flostre 
(ca. 1963)
Quelle: Vorlesungsverzeichnis 
der 'Université Technique du
Bruxelles'
"Ein hagerer Mann mit Menjou-Bärtchen und einem belgischen Paß. Einer dieser rüstigen Rentner, die in Monte Carlo auftauchen, von denen jeder sagt "sie hätten sich gut gehalten"," (Paul E. Pop: "Die Globale Rutschbahn", 1988)

"Flostre schien keine Vergangenheit zu besitzen. Erst 1962 war er - sozusagen aus dem Nichts - an der Universität von Brüssel aufgetaucht - mit untadligen Papieren aus Kanada. Aber dort - wo er angeblich 1956 an der Universität von Montreal promoviert hatte - fanden sich keine Spuren von ihm. Aber danach wurde er damals in Brüssel nicht gefragt: Statt dessen wurde er anstandslos mit einem Lehramt in Physik betreut und erwies sich schnell als einer der besten und beliebtesten Dozenten. Auch in anderen Quellen fand sich keine Spur von Professor Flostre: Eltern und Verwandte seien allesamt gestorben oder mit unbekanntem Ziel ausgewandert, hatte Flostre zu Protokoll gegeben. Ziemlich gründlich hatte sich da jemand über Flostres Leben informiert, um in den letzten Sätzen zu dem Schluß zu kommen: "Ohne an dieser Stelle ein bewertendes Urteil zu fällen, dürfen wir feststellen, daß es uns nicht möglich war auch nur eine einzige Spur von Flostre weiter zurückzuverfolgen, als bis zum 12.März 1962. Wir möchten jedoch zu bedenken geben, daß es - aufgrund von Flostres geheimdienstlicher Tätigkeiten - durchaus möglich ist, daß seine wahre Identität äußerst gründlich verschleiert wurde." (Paul E. Pop: "Das Leck in der Logik", 1991)

"Ja, ich bin Tanudes," sagte Flostre. "Roman Tanudes, geboren in Eblana - die Stadt, die in dieser Welt 'Dublin' genannt wird. Geboren - nach der hiesigen Zeitrechnung am 10.Dezember 1934. Keine Kinder, nicht verheiratet, seit 1962 im Einsatz auf diesem Planeten." Nach und nach ließ Professor Flostre vor meinen Augen ein Bild seiner Heimatwelt entstehen - einer Welt wie der unsrigen, die dennoch einen anderen Weg gegangen ist. Dieser Weg begann vor knapp 2000 Jahren. Bis dahin war alles gleich gelaufen, auf Flostres Welt, die er "Ardu" nannte: Die Babylonier hatten die Keilschrift erfunden; die Ägypter hatten ihre Pyramiden erbaut, und Cäsar hatte Gallien erobert. Dann aber war im damaligen Judea ein Prophet aufgetaucht, der in unserer Geschichte eine beachtliche Rolle spielt. Aber kurz bevor ihn die Römer kreuzigen ließen, diktierte er einem seiner Anhänger ein seltsames Manuskript, in dem er einige grundlegende physikalische Theorien festhielt - darunter die Beschreibung von Sternen, Planeten und ihrer Anziehungskraft; von Hitze und Druck; von der Schwerkraft und den Atomen. Alles sehr theoretisch und ein wenig holperig und ungenau zu Papier gebracht. (...) Diese Entwicklung war es, die Flostres Welt so anders als unsere werden ließen. (...) Nach einem blutigen, jahrzehntelangen Krieg herrschte wieder Frieden auf dem Planeten, und zu diesem Zeitpunkt beschlossen die Leute von Ardu das Labyrinth gründlich zu überwachen. Das war die Geburtsstunde der Hundert Wächter - der Raum-Zeit-Agenten, zu denen auch Flostre gehörte. (Paul E. Pop: "Das Leck in der Logik", 1991)

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"Flostre hatte die globale Rutschbahn benutzt, um sein Geld zu machen. Liegt schließlich auf der Hand: Angefangen mit Rennwetten, bei denen man eine halbe Stunde vor dem Finish das Geld aufs Gewinner-Pferd setzt... Und später dann Spionage - richtig große Geschichten. Als die Supermächte allerdings anfingen, hinter Flostres Tricks zu kommen, hat er den Job mit 38 an den Nagel gehängt. Zu diesem Zeitpunkt hatte Flostre - so nannte er sich dann - genug Geld für eine geruhsame Frührente. Guter Lebensstil - ich hab's von Anfang an gewittert." (Paul E. Pop, "Abenteuer in Finnland", 1988)

"Flostre war ein guter Freund, ein Ex-Agent, der einzige wirkliche Experte der "Globalen Rutschbahn", Mitglied der "Großen Elf" - eines globalen Wissenschaftler-Zirkels." (Paul E. Pop: "Das Leck in der Logik", 1991)

Seine Rezepte:

"Was halten sie von syrischen Sanbusak-Pasteten, marokkanischen Brochettes, dazu Auberginen mit Kichererbsen und Reis gefüllt.?" (Paul E. Pop: "Die Globale Rutschbahn", 1988)

"Lahma bi Ma'ala" auf - eine tunesische Fleischpfanne mit Kümmel und Ingwer. Anschließend gab es "Kahk bi Loz" - arabische Mandelreifen. (Paul E. Pop: "Der Doppelgänger, 1989)

Stifado - eine Art griechisches Gulasch mit Zwiebeln, Kumin und Zimt. Ich kannte es schon aus den Tavernen, aber so wie Flostre es kochte, wurde daraus ein Menü erster Klasse. (Paul E. Pop: "Der Doppelgänger, 1989)

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Die Juliette

In den Sechziger Jahren von Flostre selbst entworfen; ca. 50 Meter lang, Heimathafen: Bridgetown, Barbados. Technisch auf dem neuesten Stand, von einer Person leicht zu bedienen, beherbergt Flostres Archiv der AURIGA-Dokumente. 

"Dieses Schiff wurde 1976 als Teil des Unternehmens Auriga vom Stapel gelassen. Vor noch nicht einmal zwei Jahren wurde die Juliette vollkommen umgebaut und mit der ganzen Elektronik ausgestattet, um damit noch schneller und noch genauer arbeiten zu können. Allein der Umbau kostete vier Millionen Dollar." (Paul E. Pop: "Der Stein des Jehannum, 1992)

Neu ist eine Art Gewächshaus auf dem Vorderdeck, in dem Flostre allerlei Gewürzkräuter zieht, um unabhängig vom Angebot der jeweiligen Jahreszeit zu kochen. (Paul E. Pop: "Der Doppelgänger, 1989)

Der große Salon - in eine seltsam-japanisch anmutenden schwarz-weiß-Stil eingerichtet - hat Bücherregale bis an die Decke, und da gibt es einiges zu lesen. Flostres Bücher sind eine exotische Mischung aus Fachliteratur - hauptsächlich Physik - Kochbüchern, guten Romanen, Reiseführern und Tier-Bestimmungswälzern - über und unter Wasser. (Paul E. Pop: "Der Doppelgänger, 1989)

22 Knoten war unsere Höchstgeschwindigkeit ... (Paul E. Pop: "Der Garten der Almaquah", 1992)

"...wortlos einen Teil des Armaturenbrettes nach hinten klappte. Dahinter verbargen sich weitere Schalter und Hebel. "Tragflächenboot!" murmelte sie und drückte einen Schalter. Ein Ruck ging durch das Boot und die Juliette nahm Fahrt auf." (Paul E. Pop: "Der Garten der Almaquah", 1992)

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Die Auriga Gruppe

"Auriga", sagte Flostres Stimme, "ist viele Jahrhunderte alt. Immer waren es zwölf Männer oder Frauen, die sich um das vergessene Wissen gekümmert haben. Von Generation zu Generation wurden die Kenntnisse weitergegeben, aber erst in diesem Jahrhundert begann man einiges davon aufzuschreiben." (Paul E. Pop: "Der Stein des Jehannum, 1992)

Weitere Mitglieder der Auriga-Gruppe

  • Dr. Alexander Sagadejew - Institut für Materialforschung in Irkutsk (Sibirien) 
  • Dr. Evremov - Computerspezialist aus Leningrad (St. Petersburg) 
  • Sir Edmond Johns, britischer Okkultismus-Forscher 
  • Saman Naprindar - Dozent an der Universität von Kalkutta. Ebenfalls ein Mann ohne Vergangenheit - wie aus dem Nichts aufgetaucht im März 1991; behauptete - ebenso wie damals Flostre - an der Universität von Montreal promoviert zu haben, aber auch seine Angaben hatten sich als falsch erwiesen. 
  • Professor Thalassos - aus Griechenland 
  • Doktor Gunnar Hallström - Physiker von der Universität Göteborg. 
  • Dr. Irina Gonzales  an einer mexikan. Universität
  • Dr. Carlos Alomar aus Buenos Aires 
  • n.N.: Ranghoher Funktionär bei der UN-Schiffahrtsorganisation IMO
  • Asari Hosoni - japanische Milliardärstochter, die Flostres Nachfolge bei der Auriga-Gruppe und die 'Juliette' übernommen hat
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